Sonntag, 7. Februar 2021
(19) Neues aus
Iran

lesani, 23:54h
Bandar Abbas
Lange haben wir nichts mehr von uns hören lassen. Der Grund dafür ist, dass wir die Heimkehr vorbereiten mussten, die Umzüge von Teheran und Renchen nach Bonn. Dann mussten wir noch unsere Wohnung bezugsfertig machen. Dies nahm alles viel Zeit in Anspruch. Wir kamen mit dem letzten IranAir Flug kurz vor dem ersten Lock down nach Deutschland, nachdem die die Nachbarländer und -Flugplätze nach und nach schlossen und wir über dubiose Kanäle noch zwei Plätze in der ausgebuchten Maschine bekamen. Nach einem halben Jahr konnten wir dann unsere Wohnung beziehen; allmählich haben wir uns eingewöhnt und fühlen uns wohl.
Der letzte Blog handelte von der ehemaligen Reichshaupstadt Rei. Danach hatten wir noch zwei Touren gemacht, die eine in uns bereits bekannte Städte wie Kashan, Persepolis und Shiras, in den wir noch einiges sehen wollten. Eine weitere Tour führte uns tief in den Süden zu den Inseln Qeshm und Hormuz an der Straße von Hormuz.
Bandar Abbas
Mit dem Flugzeug geht es am 21.12.2020 nach Bandar Abbas im Süden Irans.

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Bandar Abbas ist die Hauptstadt der Provinz Hormozgan im Süden des Iran am Persischen Golf hat ca. eine halbe Million Einwohner und ist eines der Hauptquartiere der iranischen Marine. Benannt ist die Stadt nach dem Schah Abbas I.
Aufstieg, Fall und erneuter Aufstieg von Bandar Abbas in den letzten 500 Jahren ist unmittelbar mit der Rolle europäischer Großmächte verbunden. Das einstige winzige Fischerdorf wurde als südlicher Haupthafen und Marinewerft Persiens gewählt, nachdem Schah Abbas I. 1622 die Portugiesen auf der nahen Insel Hormuz besiegt hatte. Die Ostinden-Kompanie erhielt, ebenso wie niederländische und französische Kaufleute, eine Handelserlaubnis. Bandar Abbas entwickelte sich im 18. Jahrhundert zum wichtigsten persischen Hafen und Hauptumschlagplatz für den Handel mit Teppichen aus Kerman. Nach dem Ende der Safawiden ? Dynastie und dem Rückzug der britischen Ostindien ? Kompanie 1759 verlor die Hafenstadt an Bedeutung. Der Sultan von Oman übernahm 1793 die Macht in Bandar Abbas und herrschte bis 1868. Die Rolle der Stadt blieb untergeordnet bis im ersten Golf Krieg zwischen Iran und Irak (1980 bis 1988) die iranischen Hafenstädte Buschehr, Bandar-e Imam Khomeni und Khoramshahr entweder erobert oder für den normalen Schiffsverkehr zu gefährlich wurden. Dank der Straßen ? und Eisenbahnverbindungen mit Iran und Zentral Asien hat Bandar Abbas seine Bedeutung erneut etabliert.
Unser Hotel in Bandar Abbas mit einem schönen Blick auf den Persischen Golf

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Die Eingangshalle

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Der Golf in der Abenddämmerung.

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Blick aus dem Hotel auf den Persischen Golf am nächsten Morgen.

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Die Umgebung des Hotels

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Der Garten

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Der Weg in die Stadt.

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Basar-e Mahi Forushi, der Fischmarkt

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Traditionell farbig gemusterte Shadore

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Die landestypischen Masken der Frauen.

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Jame Mosque
Die Jameh-Moschee, auch als Delgosha-Moschee bekannt, ist eine der ältesten Moscheen in Bandar Abbas und eines der wichtigsten religiösen Denkmäler der Provinz. Sie gehört zu den Denkmälern des 18. und 19. Jahrhunderts n. Chr. und besteht aus zwei Shabestans - Kellerräume, die im Hochsommer genutzt werden.

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Hammam'e Gallehdari

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Mr. Fish Restaurant
abseits der Straße ein unscheinbares Restaurant.
Es ist fast leer, als wir hineingehen.

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Fischsuppe

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Nur eine viertel Stunde später stehen die Leute Schlange. Wir genießen
den Fisch. Das Lokal macht seinem Namen alle Ehre.

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Beim Verlassen des Lokals spendiert uns der Inhaber einen Tea to go.

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Das Leben der Katzen

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Wandmalereien

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Der große Basar von Bandar Abbas
Der wuselige Basar erstreckt sich in einer Farborgie über zwei Straßenzüge gleich hinter der Küstenstraße.

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Schuhmacherwerkstatt auf dem Bürgersteig

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Hindu Tempel
Das kleine Steingebäude mit der konischen Kuppel wurde Ende des 19.
Jahrhundert für die Hindugemeinde gebaut, die für die britische Ostindien-Kompanie arbeitete. Der ehemalige Hindu-Tempel wurde in ein Museum umgewandelt. Die Hindu-Religion ist im Iran nicht anerkannt.

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Bilder, die während der Revolution überputzt wurden, weil dort Gesichter abgebildet waren. Später wurde versucht, sie wiederherzustellen, indem man den Putz wieder abschlug.

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Kopflast

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Nasseri Mosque
Die Nasseri-Moschee wurde im Jahr 1925 erbaut. Der Baustil dieser alten Moschee ist von der traditionellen Architektur des südlichen Iran inspiriert. Der Hauptaufbau der Moschee besteht aus einer zentralen Kuppel mit zwei Minaretten.

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Streetfood

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Die Küstenstraße

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Der Fährhafen

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Check in im Haghani Passenger Terminal

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Boarding

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Die Überfahrt dauert rund eine Stunde

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Blick zurück auf Bandar Abbas: die Skyline

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Willkommen auf Qeshm
Zakeri Port, der Hafen von Qeshm

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Die Insel Qeshm liegt in der Straße von Hormuz, nur 60 Kilometer von Oman und Abu Dabi entfernt. Sie hat etwa 100.000 Einwohner. Am östlichsten Punkt der Insel liegt die Stadt Qeshm. Ab 1301 war Qeschm ein bedeutendes Schutzgebiet des kleinen Königreichs von Hormuz, das es mit Trinkwasser versorgte.
das von der Insel bis auf das Festland reichte und die Insel Hormus Ab 1417 wurde es zu dessen wichtigstem Handelszentrum. 1507 eroberten die Portugiesen unter Alfonso de Albuquerque und Vasco da Gama einige Inseln im Persischen Golf, darunter Hormus und Qeschm.
Im Jahr 1991wurde die Insel in eine
Freihandelszone verwandelt, mit dem Ziel, die größte Freifläche zwischen Europa und dem Fernen Osten zu schaffen. Zu diesem Zweck erhielt Qeshm Island einen beträchtlichen Spielraum, um seine eigene Politik unabhängig von der Zentralregierung einzustellen, die in vielen Wirtschaftszweigen oft als Wachstumshindernis angesehen wurde.
Runter vor Strandtag

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Der Qeshm Geopark

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Ein Globaler UNESCO-Geopark ist eine geologische Stätte oder Landschaft von internationaler geowissenschaftlicher Bedeutung, ein besonders ausgewiesenes Gebiet, in dem Erdgeschichte erlebbar gemacht wird.
In einem Geopark wird vermittelt, wie Landschaften entstehen, welche Gesteine und Rohstoffe im Untergrund vorkommen und wie Geologie und Böden die jeweilige Landnutzung beeinflussen.
Als Landschaft von internationaler geowissenschaftlicher Bedeutung hat Qeshm die Anerkennung als UNESCO Global-Geopark erhalten. Damit ist verbunden die Verpflichtung dieses Erbe zur nachhaltigen Entwicklung der dort lebenden Menschen zu fördern.
Das Fährterminal

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Ein hilfsbereiter Mitarbeiter des Hafens bietet uns an, ein Taxi zu bestellen. Als wir ihm erklären, dass wir bereits ein SNAP bestellt haben, hält er uns für mutig und wünscht uns viel Glück, Das Taxi ist schon bald da und los geht es über die gepflegte Hauptstraße. Die Kommunikation mit dem Fahrer, der kein Englisch versteht und einen lokalen Dialekt spricht, gestaltet sich etwas schwierig.
Die Hauptstraße

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Wir verfolgen die Fahrt auf dem Handy. Wegen Bauarbeiten müssen wir eine Umleitung fahren. Der Fahrer folgt der Umleitung und gibt nach dreimaligen erfolglosen Versuchen, das Hotel zu finden, auf. Laut Handy befinden wir uns in unmittelbarer Nähe des Hotels und steigen deshalb aus. Wir biegen nur wenige Meter weiter von der Straße ab und stehen vor dem Hotel.

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Unser Zimmer

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Nachdem wir uns frisch gemacht haben, machen wir uns auf zu einer ersten Stadtbesichtigung.
Der Weg zur portugiesischen Festung

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Ghale-ye Porteghaliha, das portugiesische Fort

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Als Schutzgebiet des Königreichs von Hormuz entwickelte sich Qeshm zu dessen wichtigstem Handelszentrum. 1507 eroberten die Portugiesen unter Alfonso de Albuquerque und Vasco da Gama einige Inseln im Persischen Golf, darunter Hormus und Qeschm. Im Mai 1621 in fünfeinhalb Monaten die mächtige Festung, um die wirtschaftlichen Interessen Portugals in dem Gebiet zu sichern. Ab Winter 1621/22 blockierte der Shirazer Emam-qoli Khan neun Monate lang die portugiesische Garnison bis es ihm mit Hilfe der Engländer, denen er erweiterte Handelsprivilegien versprach, die Portugiesen von der Insel zu vertreiben.
Ab 1301 war Qeschm ein bedeutendes Schutzgebiet des Königreichs von Hormuz, das die Insel Hormus mit Trinkwasser versorgte. Ab 1417 wurde es zu dessen wichtigstem Handelszentrum. 1507 eroberten die Portugiesen unter Alfonso de Albuquerque und Vasco da Gama einige Inseln im Persischen Golf, darunter Hormus und Qeschm.
Im Mai 1621 landeten 2.000 portugiesische Soldaten gemeinsam mit Truppen aus Hormus auf Qeshm und errichteten dort in fünfeinhalb Monaten ein mächtiges Fort. Daraufhin
blockierte der Shirazer Emam-qoli Khan neun Monate lang die portugiesische Garnison auf Qeschm. Als dann ein Geschwader der britische East India Company 1621 in Bandar-e Dschask eine Seidenlieferung für den Export abholte, gelang es Emam-qoli Khan die Engländer als Partner für die Vertreibung der Portugiesen zu gewinnen. Im Gegenzug dazu gewährte er ihnen erweiterte Handelsprivilegien und die Kontrolle über das Fort auf Hormus, das allerdings erst noch erobert werden musste. In den folgenden 200 Jahren fiel die Insel mehrfach in unterschiedliche Hände, bis Scheich Soltan Saqr sie 1807 endgültig zurückeroberte.
Das was von den Ruinen noch übrig war wurde 2005 Am 27. November 2005 erschütterte ein Erdbeben die Insel und zerstörte einen Teil der portugiesischen Festung, bevor die Untersuchungen zu Ende geführt werden konnten.
Nach einer zehnwöchigen Belagerung von Hormuz durch Emam-Quli Khan gaben die Portugiesen auf und zogen ab.
In den folgenden 200 Jahren fiel die Insel mehrfach in unterschiedliche Hände, bis sie 1807 Scheich Soltan Sadr endgültig zurückeroberte.
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Grabstein aus dem 16. Jahrhundert

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Eine kleine Abwechslung bei Kaffee und Backgammon.

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Der Basar

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Der Basar ist nicht besonders sehenswert. Umso mehr wird mit bekannten großen Plakaten für bekannte Marke geworben unter anderem mit deutscher Flagge für eine angeblich deutsche Marke.

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Es ist Abend als wir im Hotel ankommen.

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Am nächsten Morgen geht es zur Insel Hormuz.

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Die Insel liegt in der Straße von Hormuz. Die Straße ist nur 30 Seemeilen breit und verbindet den Persischen Golf im Westen mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean im Osten. Nur rund 130 Kilometer Luftlinie von Dubai entfernt bildet die iranische Küste den Nordrand des Persischen Golfs.
Die Fähre fährt um 8 Uhr los. Das heißt: früh aufstehen!

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Öltanker in der Straße von Hormuz

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Die Straße von Hormuz ist nur 30 Seemeilen breit. Sie verbindet den Persischen Golf im Westen mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean im Osten. Nur rund 130 Kilometer Luftlinie von Dubai entfernt bildet die iranische Küste den Nordrand des Persischen Golfs. Sie ist eine der wichtigsten internationalen Wasserstraßen. Mindestens 88 Prozent des saudischen, 90 Prozent des iranischen und 98 Prozent des irakischen Erdölexportes, 99 Prozent des Erdöls der Vereinigten Emirate und ebenso 100 Prozent des Erdöls von Kuwait und Katar werden über diese Wasserstraße ins Ausland verschifft. Insgesamt werden 90 Prozent der Erdölausfuhr der Anrainerstaaten am Persischen Golf mit Öltanker über diesen Seeweg abgewickelt. Insgesamt sind dies 40 Prozent des weltweit auf Schiffen beförderten Öls.
Hormuz in Sicht

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Der Hafen

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Erst einmal das Frühstück nachholen. Am Hafen ist ein kleines Tagescafé.

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Tour um Hormuz
Die 452 km² große Insel ist nahezu unbewohnt. Sie zählt heute 3000 Einwohner und ist eine der meistbesuchten Inseln im Süden des Landes, besonders im Herbst und Winter, wenn das Wetter dort angenehm ist. Bei den meisten Inselbesuchern handelt es sich um Tagesausflügler aus Bandar Abbas oder Qeshm. Der einzige Ort ist Hormuz, ein verschlafenes Nest mit nur wenigen einfachen Privatunterkünften. Nur eine Straße führt um die Insel herum. Vor den Toren des Hafens stehen sogenannte Tuk-Tuks, das Hauptverkehrsmittel der Insel. Die Besucher werden für eine Rundfahrt umworben.

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Die Rundfahrt beginnt in einer kargen, von Gebirgsketten geprägten Landschaft.

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Die rötliche Farbe der Erde ist auf Hormuz vorherrschend. Es handelt sich um Hämatit (Eisenoxyd).

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Die Insel befindet sich auf einem Salzstock aus kristallisiertem Halit, Die Berge sind mit Salzkristallen bedeckt Sie sehen aus wie mit Schnee bedeckt.

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Wir biegen von der Straße links ab in einen kleinen Weg, an dessen Ende ein Verkaufsstand steht, der Masken Muschelketten und regionale Handwerksarbeiten anbietet. Als wir kein Interesse an dem Angebot zeigen, setzt der Fahrer die Fahrt fort. Eine Kommunikation mit dem Fahrer ist nur mit Gebärdensprache möglich. Er spricht kein Englisch und unser Farsi versteht er nicht. Er spricht nur den einheimischen Dialekt, den wiederum wir nicht verstehen. Er zeigt aber auch kein Bemühen, sich mit Gebärdensprache verständlich zu machen.

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Die Insel ist mit Sedimentgestein und Schichten von Vulkanasche auf ihrer Oberfläche durchsetzt. Der höchste Punkt der Insel liegt etwa 186 Meter über dem Meeresspiegel. Die Erde und das Wasser sind aufgrund fehlender Niederschläge salzig.

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Versteinertes Salz!

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Und wieder mal biegen wir in einen Seitenweg ein.

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An Verkaufsständen für Souvenirs und Getränke stehen etliche Tuk-Tuks. Es herrscht ein reges Treiben.

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Einige Besucher haben es sich gemütlich gemacht und genießen das rege Treiben.

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Gerne lässt sich die Frau von uns mit ihrer Maske fotografieren.
Entlang der iranischen Küste und auf der Insel Qeshm in der Straße von Hormus tragen die Frauen seit Jahrhunderten diese Masken. Ihr Stil variiert je nach Region und Volksgruppe, aber am auffälligsten unterscheiden sie sich in Bezug auf die religiöse Zugehörigkeit: Schiitische Frauen tragen rote, rechteckige Masken, sunnitische Frauen schwarze oder indigoblaue mit goldenen Verzierungen
The Salt Goddess cave and mountain,
die "Salzgöttin"
Wir stehen vor einer der Haupttouristenattraktionen der Insel Hormuz, der Salzgöttin, einem Salzberg in verschiedenen Farben.

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Durch den hohen Druck aufliegender Gesteinsschichten wurde das über 650 Mio. Jahre alte Salz aus Tiefen von über 4.800 m in an die Erdoberfläche gedrückt. Wegen der enormen Trockenheit wird es hier langsamer aufgelöst, als es aus dem Untergrund nachgeschoben wird. Das heißt, ein Teil des Salzes wird gelöst und es entstehen Lösungsformen wie in einem Karstgebiet, ein weiterer Teil wird in Lösung abtransportiert (Salzreiche Bäche) und andernorts wieder ausgefällt (Salzkrusten in Salzsümpfen und Salzseen).

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Das Gebiet ist mit Salzhöhlen durchsetzt wie ein Schweizer Käse.

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Die Berge sind bunt, rot-, purpur-, gelb-, ocker- und blaufarbig, das Ergebnis der bei der Entstehung ungleichmäßigen Abkühlung des geschmolzenen Gesteins. Hormuz wir daher auch die Regebogeninsel genannt.

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Das schroffe Inselinnere ist ein reizvolles geologisches Wunderland aus verschiedenfarbigen vulkanischen Felsen und Erdreichen.
und unter anderem für die Herstellung des roten Farbstoffs der Lippenstifte genutzt wird.
Feriensiedlung
Abseits der Straße zum Strand hin gelegen ist eine farbenfrohe Feriensiedlung mit Blick auf den Persischen Golf in die Landschaft eingebettet. Ein Projekt progressiver Teheraner Architekten zur Förderung der regionalen Handwerker und des Tourismus.

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Darreye Tandis-ha, Tal der Statuen
Hohe Felsen wurden von Wind und Wasser in tierähnliche Figuren wie Drachen und Vögel und Fabelwesen verwandelt. Am Eingang der Schlucht sitzen zwei Frauen, die ihre Waren vor sich ausgebreitet haben.

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Ulrike kommt mit Ihnen ins Gespräch, ein Gespräch unter Frauen.

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Was hat es mit den Masken, Borghe genannt, auf sich?
An der iranischen Küste und auf der Insel Qeshm in der Straße von Hormuz tragen Frauen seit Jahrhunderten Masken. Sie variieren je nach Region, ethnischer Zugehörigkeit, am deutlichsten jedoch je nach religiöser Zugehörigkeit. Je älter eine Frau ist, desto größer und flächiger ist ihre Maske. Die Masken, bei denen man nur noch die Augen sieht, dienen auch zum Schutz sonnenempfindlicher Haut. In der Region Bandar Abbas werden schwarze Masken von Mädchen ab 9 Jahren getragen, orangefarbene von Verlobten. Schiitische Frauen tragen rote rechteckige Masken, sunnitische in schwarze oder indigo mit Gold, die den Eindruck erwecken, als hätten sie Augenbrauen und Schnurrbart - einst ein Trick, um Eindringlingen vorzugaukeln, dass sie Männer seien.
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Durch die enge Schlucht geht es zur Aussichtsplattform..

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Die Ungeheuer

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Von der Aussichtsplattform auf einem Steilhang bietet sich ein herrlicher Ausblick auf das Meer.

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Weiter geht es an der Küste entlang

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Der Rote Strand
Die rote Erde ist ein wertvolles Mineral für industrielle Zwecke. Sie fand Verwendung in verschiedenen Industrien wie Färberei, Kosmetik (Lippenstift), Glas und Keramik und wurde lang Zeit auch exportiert. Heute ist der Export und der Abbau beschränkt, um die Zerstörung der einzigartigen Landschaft zu verhindern.

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Der Schildkrötenstrand
Am 2500 m langen Strand legen die Echte Karettschildkröte und die Grüne Meeresschildkröte gegen Ende des Winters bis Anfang Frühling ihre Eier ab. Sie streben nachts vom Flachwasser an den Strand, um mit ihren Krallen mühsam im Sand zu graben und darin ihre Eier abzulegen. Dann kehren sie ins Meer zurück. Nach 55 Tagen schlüpfen die Jungtiere aus den Eiern, um die gefährlichste Reise ihres Lebens anzutreten. Auf dem Weg vom Strand in das das Meer sind sie von Füchsen, Meereskrebsen und hungrigen Vögeln bedroht. Ans Meer kriechend finden sie erst in den brechenden Wellen Sicherheit.

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Die herrliche Kulisse am Steilhang lädt zum Campen ein.

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Ein Tor nach Märtyrer Ali Golzari benannt.

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Der Weg zum Ende des Tals über Salz und Wasserläufe nimmt doch mehr Zeit in Anspruch, als ich gedacht habe. Ich mache kehrt.

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Wunderschöne Aussichten,

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Nachdem sich das Meer zurück geuogen hat, wird Im flachen Wasser nach Krabben und anderem Meeresgetier gesucht.

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Mangrovenwälder

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Eine Strandkrabbe zieht sich in ihr Loch zurück.

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Die Vogelwelt
Ein Sammelplatz für Zugvögel.

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Die Einheimischen verwenden die rote Erde in ihrer Küche als Gewürz, wie z.B. Soßen, Marmeladen usw.

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Fort of Our Lady of the Conception
Das kleine Königreich von Hormuz hatte eine machtvolle strategische Lage. Es erstreckte sich von der Insel auf das Festland Persiens und hatte hierdurch die volle Kontrolle über den Handelsverkehr der Anrainerstaaten des Golfs mit Europa und Indien. Aus diesem Grund war die Insel über Jahrhunderte hinweg auch immer wieder umkämpft. Im 16. Jahrhundert war Hormuz von den Portugiesen besetzt. Zur Sicherung ihrer Interessen errichteten sie ein mächtiges Fort.
An der Festungsmauer haben sich diverse Händler niedergelassen.

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Tattoos

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Der zum Meer gelegene Innenhof.

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Die Kirche

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Von der Festung gehen wir zu Fuß über die Promenade zum Hafen.

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Mexican Christmas Dinner
Ein Lokal wirbt mit einem "Christmas Dinner".

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Der Hof als Gastraum.

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Das Dinner

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Mit mexikanisch hat das Essen wenig zu tun. Der Vorbesitzer war Mexikaner. Das Lokal wird derzeit von einem gleichberechtigten Team geleitet.

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Eine Gruppe Pfadfinderinnen wollte nach Turkmenistan, hat sich dann aber entschieden, Richtung Iran weiter zu reisen mit Klampfe und Liederbuch.

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An der Einrichtung wird noch gearbeitet.

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Zurück geht es mit der Fähre nach Qeshm.

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Tour um Qeshm
Neben den Salzformationen prägen den Geopark auch die Sedimentgesteine, die durch Auswaschungen beeindruckende Formen angenommen haben. Obwohl die Landschaft teils an eine Mondlandschaft erinnert, ist die Tierwelt vielfältig, zahlreiche Vogelarten, Reptilien, Delphine und Schildkröten sind hier zu Hause.
Wir fahren an der Küstenstraße entlang durch eine flache und trockene Landschaft, aus der ab und wann flache Berge herausragen heraus ragen.
Das Festland liegt unter einem Dunstschleier; durch hohe Schornsteine wird Tag und Nacht Gas abgefackelt, das bei der Ölförderung freigesetzt wird. Zu jeder Ölquelle gehören die berüchtigten Fackeln, durch die Kohlendioxid, Schwermetalle, Ruß, Schwefel- und Stickoxide freigesetzt werden. Das offene Abfackeln der bei der Erdölförderung anfallenden Gase trägt in erheblichem Maße zur globalen Erwärmung bei.

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Islamic Azad University Qeshm Branch

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Die Islamische Azad-Universität, Islamische Freie Universität, ist die größte Universität des Landes mit verschiedenen Standorten weltweit. Sie ist vom Staat anerkannt, erhält aber keine staatlichen Mittel und ist daher auf Spenden und Studiengebühren angewiesen. Ihr zentraler Sitz ist in Teheran. Sie bietet in Zusammenarbeit mit der Carleton University of Canada Bachelor- und Master-Abschlüsse in Betriebswirtschaft an. Die Abschlüsse der Islamischen Azad Universität sind generell in Deutschland anerkannt

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Vereinzelt haben sich hier Industriebetriebe niedergelassen.

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Eine Bootswerft, die Lenj-Boote im Stil der arabischen Dhaus in Fiberglas baut. Sie dienen als Frachtschiffe zwischen Iran und Dubai.

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Einer dieser Berge, die sich Immer wieder aus der Ebene erheben, teils durch Eruptionen entstanden,

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teils durch Verwerfungen. Hier haben sich tektonische Platten übereinander geschoben

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Am Berg angelehnt hat sich ein Betrieb niedergelassen.

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Dorfleben

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Bandar e Laft
Laft ist mehr als 2000 Jahre alt. Das kleine Fischerdorf hat sich der Pflege der traditionellen Kultur verschrieben. Es liegt an einem felsigen Hang. Auf dem Hügel sind Terrassen angelegt, von denen man einen herrlichen Blick auf das Meer und die Stadt hat.

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Von hier aus setzen die traditionellen Lenj-Boote nach Abu Dabi über

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Die Boote sind heute noch im Einsatz für den Frachtverkehr zwischen Qeshm und Abu Dabi..

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Der arabische Einfluss aus dem 19. Jhd., als Qeshm zum Sultanat Oman gehörte, ist im idyllischen Hafenörtchen Laft unverkennbar. Das Dorf, eingeklemmt zwischen Persischem Golf und schroffem Fels mit seine Lehmhäusern, niedrigen Türen, engen Gassen, Windtürmen, die kühle Luft in die Häuser leiten, und Minaretten ist seit Jahrhunderten unverändert.

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Die Moscheen mit nur einem Minarett weisen auf den sunnitischen Einfluss hin.

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Die engen Gassen zwischen den hohen Mauern bieten wohltuenden Schatten.

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Naderi Castle

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Tallaght wells Loft
Vor Jahrhunderten gruben Menschen hier 366 Brunnen in den Felsen, um Regenwasser aufzufangen, einen für jeden Tag eines Schaltjahres. Dann war der Brunnen ausgeschöpft und wurde vom spärlichen Regen im Laufe des Jahres wieder aufgefüllt. Jeder Brunnen hat seinen eigenen Namen wie Ghorub, Libani, Adhuri etc. Heute existieren noch etwa 60. Die Hälfte davon kann noch zur Wassergewinnung verwendet werden.

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Das Ab-Anbar.
Der Wasserspeicher darf nicht fehlen.

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Nebenan entsteht ein neuer Ortsteil.

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Nach der Tageshitze eine schöne Sitzecke zum chillen mit Blick auf das Meer.

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Das Motorrad, das Verkehrsmittel für Groß und Klein

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Die Frauen befürchten durch das Fotografieren ihr Gesicht zu verlieren

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und wenden sich ab.

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Ein Fischerhaus als Museum

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Hejleh, das Hochzeitszimmer im Museum

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Das Hochzeitszimmer wurde von der Familie der Braut und des Bräutigams üppig mit buntem Glas, Spiegeln, Girlanden, Weihnachtskugeln, Blumen, bunten Kissen und Versen aus dem Koran geschmückt. Die Braut betrat dieses Zimmer in der Hochzeitsnacht mit der Borghe.
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Museumsschiff

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Die Ausfallstraße

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Gestelle zum Trocknen von Krabben

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Ölfeld mit Fackel
Auch auf Hormuiz wird Öl geffördert.

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Harra Forest
Die Mangrovensümpfe, die sich im Flachwasser zwischen dem Festland und der Insel Qeshm erstrecken, sind eines der nördlichsten Mangrovengebiete der Erde. Der Hara-Wald versinkt bei Flut im Wasser und taucht bei Ebbe wieder auf. Der Wald ist ein grünes Juwel in der sonst trockenen Region und schützt die Küste vor dem Unbill des Meeres. Zu der Kargheit des Inselinneren steht die üppig grüne Küste im heftigen Kontrast. Das Gebiet ist während der Wintermonate ein wichtiger Lebensraum für Zugvögel, Fische, Gliederfüßer, Muscheln, Meeresschildkröten und giftige Seeschlangen. Reiher, Flamingos, Pelikane und Adler sind hier heimisch.

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Die Artenvielfalt der Bäume beschränkt sich auf eine einzige Gattung (Rhizohora). Die Wurzeln und der Stamm der Mangrovenbäume halten dem hohen Salzgehalts des Wassers stand. In den Pflanzenzellen der Mangroven herrscht eine noch höhere Salzkonzentration als im Meerwasser. Durch ein Filtersystem lassen die Zellen das Wasser aus dem Meer durch, das Salz bleibt hängen. Außerdem können Mangroven Blätter, die sich zu sehr mit Salz angereichert haben, einfach abwerfen. Auch mit Hilfe von Salzdrüsen und Salzhaaren wird überschüssiges Salz ausgeschieden.
Bootsfahrt durch den Mangrovenwald .

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Von der Vielfalt der Tierwelt bekommen wir nicht viel mit.

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Wer findet den Vogel?

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Mittagszeit in Soheyli

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Tandis Valley
Tandis Valley Geoside befindet sich im zentralen Teil der Insel und gehört zu den breitesten und größten Geosites, für Geologen ein Highlight. Das Tal der Statuen weist außergewöhnliche Erosionsformen auf. Sie sind die Überreste eines Hochplateaus. Die Hebung der Insel führte zu einer Verlagerung der Küstenlinie und einer Vergrößerung des Landes. Das angehobene Land wurde durch die Küstenerosion erodiert. In diesem Gebiet - ähnlich wie in anderen Gebieten - hat die Zerstörung der höheren Schichten von hartem und zementiertem Kalkstein die Erosion in den weichen Mergelschichten beschleunigt. Überall dort, wo die harten Schichten vorhanden sind, sind inselförmige Hügel sichtbar.

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Die geheimnisvolle Hand aus der Felswand

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Die unendliche Weite des Tals

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Von Furchen durchzogen

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Gestelle zum Trocknen von Krabben

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Die Oberfläche des Gesteins, die durch den millionenfachen Erosionsprozess entstanden ist, ist mit einer großen Anzahl von Muschelfossilien bedeckt, hauptsächlich Austern.

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Port of Guran
Guran ist eines der wenigen Dörfer, in denen noch Holzboote (Lenj) nach traditioneller, 6000 Jahre alter Bauweise hergestellt werden. Die Lenjs wurden ursprünglich für Fernreisen nach Indien und Afrika sowie für die Fischerei, Perlenjagd und den Handel in der Region verwendet. Sie sind seit Jahrhunderten ein zentraler Bestandteil der iranischen Seekultur.
Zwei Boote sind gerade im Bau.

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Die Fugen zwischen den Schiffsplanken werden mit Materialien wie Werg oder Baumwolle ausgefüllt und mit Pech oder anderen, gummiartigen Produkten zur Abdichtung überzogen.

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Die Leiter sieht etwas wackelig aus. Nachdem der Arbeiter den Aufstieg unbeschadet überstanden hat, traue auch ich mich, um mir unmittelbar einen Eindruck von dem Oberdeck zu verschaffen.

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Von der Größe des Oberdecks bin ich beeindruckt. An dem Boot arbeitet nur ein einziger Mann.

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Der Bau eines solchen Schiffs, dauert 2-5 Jahre und kostet etwa 1 mio. ?. Die alte Tradition, Holzschiffe ohne Blaupause herzustellen, droht auszusterben. Die billiger herzustellenden leichteren und haltbareren Fiberglasfaserboote sind eine starke Konkurrenz.

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Holzlagerplatz für den Schiffbau

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Chahkuh Valley
Ein paar Kilometer weiter kommen wir zum Chahkuh-Valley, eine beeindruckende, kilometerlange, enge, ockerfarbene, durch Wassererosion geschaffene Schlucht.

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Zum Eingang der Schlucht

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Ein Bächlein begleitet uns

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Der hohe Salzberg

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Ein Bächlein begleitet uns
Ein Wasserloch
Die geologischen Formationen in der Chahkooh-Schlucht sind undurchlässig. Das Regenwasser läuft über die Oberfläche und sammelt sich am Boden. Das haben sich die Einheimischen zunutze gemacht und flache Brunnen ("Chahkooh") in die Oberfläche gegraben, um Regenwasser zu speichern.

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Felswohnungen
Als die Portugiesen im 16. Jahrhundert die strategisch bedeutsame Insel am Eingang zum Persischen Golf besetzten, fanden die Bewohner Schutz im steinernen Labyrinth. Noch heute sind die Überreste ihrer Behausungen zu erkennen.
Behausungen.

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Von hier aus hatten Bewohner den Überblick über das Tal.

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Schon bald nimmt die Schlucht unglaubliche Formen an.

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Es gibt eine Vielzahl von Formen und Gestalten, nämlich kreisförmige, gewölbte, ovale und lineare Formen an den Wänden und am Boden der Schlucht, die durch starkes Fließwasser nach Regen entstehen. Gesteinsbrocken werden mitgerissen, bewegen sich schnell und kreisförmig und bilden schüsselförmige Löcher (Pot-Loch).

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Die Wasserbrunnen haben der Schlucht ihren Namen gegeben (Chah=Brunnen, Kooh=Berg)
Die Brunnen

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Ziegenhirten und Bewohner der umgebenden Dörfer kommen hier vorbei, um Wasser aus den Brunnen zu schöpfen. Die Brunnen werden sorgfältig gepflegt.

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Die Erosion in diesen Sandsteinbetten entsteht dadurch, dass das Meerwasser verdunstet und die Salzkristallisation den Sandstein zerfrisst. Die glatte und abgerundete Oberfläche zeigt, dass die Formation auch durch Wasser- und Winderosion beeinflusst wurde.

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Die Geister schauen aus der Wand

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Die Schlucht wird enger und enger

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Eingefangen von hohen Felswänden.

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Geschafft.

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Der Weg zurück

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Getrocknete Krabben, Safran pp. im Angebot.

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Eine Familie mit Kindern aus Belgien im Sabbatjahr mit Bus unterwegs.

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Das Tickethäuschen

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Über eine Piste geht es weiter zur Salzhöhle.

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Auf dem Weg zur Eishöhle

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Gestelle zum Trocknen der Krabben

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Kamele in freier Wildbahn.

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Zutrauliche Tiere

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Ein Leckerli

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Die Salzhöhle
Mit einer Höhe von 237 Metern und einer Länge von über 6.000 Metern gilt diese natürliche Attraktion als die größte Salzhöhle der Welt.
Die Zufahrt zur Höhle. Das Tickethäuschen.

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In dem brackigem Wasser haben sich Salzkristalle in Hagelkorngröße gebildet. Unter den Füßen knirschen bei jedem Schritt die kleinen, rosa Salzkristalle.

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Wegweiser zur Eishöhle

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Adrige Salzablagerungen bedecken das rote Gestein vor dem Höhleneingang.

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Die notendige Ausrüstung am Ticketschalter ausgeliehen.

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Wunderschöne Marmorierung der Wände, Salzkristalle in Rosa, Violett, Blau, Karminrot und Weiß.

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Um tiefer in die Höhle einzudringen, müssten wir robben. Dazu fehlt uns das nötige Equipment.

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Die Höhle ist ein geeigneter Ort für die Behandlung Asthma und Atemwegsproblemen. Das Salz schmeckt, das so weich und rein und voller Mineralien und Güte.

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Hengam
Die Insel Hengam ist für seine Vogelwelt und Gazellen bekannt, vor allem aber für die Delfine, die die Besucherboote begleiten und Luftsprünge vollbringen. Garantiert wird dies allerdings nicht. Dies ist ausdrücklich auf den Tickets vermerkt.

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Warten auf Delphine. Wir hatten kein Glück; es ließ sich kein Delfin blicken. Nach einigem Warten werden wir auf der Insel abgesetzt. Als Trost sandte uns der Bootsführer ein Video von Delfinen.

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Kein Fake! Freunde, die am nächsten Tag dort waren, hatten tatsächlich Delfine gesehen.
Der Rundgang über den Markt.

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Das Wasser ist herrlich klar, so dass wir die Fischschwärme sehen konnten.

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Die Überfahrt

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Der Naaz-Strand

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Von hier aus kann man bei Ebbe zu Fuß zur kleinen vorgelagerten Insel Naaz gelangen. Ein breiter Sandstrand, der in der Hochsaison bevölkert ist. Jetzt haben fliegende Händler den Strand in Beschlag genommen.

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Estalah-kaftah, das Sternental
"Tal der Sterne" (Darreh Setareha) mit seiner für Qeshm typischen Erosionslandschaft. Gigantische Canyonlandschaften mit einer unglaublichen Vielfalt an Schluchten und Hochplateaus lassen sich hier bestaunen. Wind und Wetter haben diesen seltsamen Ort über Jahrmillionen geformt.
Die ungewöhnlichen geologischen Formen und Geräusche, die der Wind, nachts verursacht, haben den Geisterglauben der Einheimischen beflügelt.
Ein Iraner aus Hamburg spricht uns an.

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Obere Platte

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Von da aus ein Blick in die Niederungen

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Der Rückweg

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Khorbas Cave

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Der Kalksteinfelsen ist durchsetzt von Höhlen. In ihnen sollen die Dorfbewohner vor Piraten und Banditen Schutz gesucht haben.
Zurück in Qeshm, geht es zum Strand, vorbei am Denkmal von Eman Gholi Khan, dem es mit Hilfe der Engländer gelang, die Portugiesen von Qeshm zu vertreiben.

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Qeshm ist ein Freihafen. Großzügige Malls laden zum zollfreien Einkauf ein und es wird immer weiter gebaut.

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Die Promenade

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Der Strand

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Strandleben

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Ein Tag Strandurlaub

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Kunstwerke der Strandkrebse

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Zeytoon Park
An den Strand schließt sich der Zeytoon-Park an. Sportanlagen wie Sportplätze, Beachvolleyball, Skaten und Radfahren laden zu sportlichen Aktivitäten ein. Familien.
Eine Schulklasse auf Ausflug im Park bei Picknick

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Während Yalda, der längsten Nacht des Jahres, haben einige Leute ihr Zelt im Park in der Nähe des Strandes aufgeschlagen. Tagsüber treffen sich die Menschen hier zum Picknick. Nachts schafft die Live-Musik von Annelie und Ali das entsprechende Ambiente. Annelie kommt aus der Nähe von Bremerhaven, Ali aus Isfahan. Vor sieben Jahren haben sie das Land am Rande des Parks gepachtet und darauf ein Lokal errichtet.

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Wir genießen die Nacht am Meer bei Musik und lassen es uns gut gehen.

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Der Junge sorgt für Stimmung. Die Erwachsenen erfreuen sich an dem Anblick. Die Frauen haben Mühe, ruhig sitzen zu bleiben und sind auch gesittet gekleidet.

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Auf einmal entsteht Unruhe. Ein Großeinsatz der Polizei vom Festland. Das Lokal wird umstellt, damit keiner der möglicherweise unsittlich Gekleideten entkommen kann. Ali wird mitgeteilt, die Musik sei zu laut. Sie müsse sofort ausgestellt werden und das Lokal werde am nächsten Morgen geschlossen. Ali nervt das zwar, aber er nimmt es eigentlich sehr gelassen. Die Polizei einschließlich ?Sitte? kontrolliere immer wieder, ob die Gäste auch islamisch gekleidet seien und sie nicht sängen und tanzten. Der Großeinsatz sei allerdings etwas ungewöhnlich. Am nächsten Morgen fährt er nach Qeshm zur Polizei, um die Angelegenheit vor Ort zu besprechen. Ihm wurde mitgeteilt, dass man keine Zeit für ihn habe. Er: dann werde er halt so lange warten, bis jemand Zeit habe. Bis man ihn schließlich vorließ, verging ein ganzer Tag. Irgendwie hat Ali es hingekriegt, dass das Lokal nicht geschlossen wurde.
Weihnachten in der Straße von Hormuz. Der Tannenbaum darf bei Anneli nicht fehlen.

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Der Jahreswechsel, nach europäischem Kalender, wird von Anneli und Ali mit einem Feuerwerk begangen.

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Der Abschied

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Der Rückflug

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Lange haben wir nichts mehr von uns hören lassen. Der Grund dafür ist, dass wir die Heimkehr vorbereiten mussten, die Umzüge von Teheran und Renchen nach Bonn. Dann mussten wir noch unsere Wohnung bezugsfertig machen. Dies nahm alles viel Zeit in Anspruch. Wir kamen mit dem letzten IranAir Flug kurz vor dem ersten Lock down nach Deutschland, nachdem die die Nachbarländer und -Flugplätze nach und nach schlossen und wir über dubiose Kanäle noch zwei Plätze in der ausgebuchten Maschine bekamen. Nach einem halben Jahr konnten wir dann unsere Wohnung beziehen; allmählich haben wir uns eingewöhnt und fühlen uns wohl.
Der letzte Blog handelte von der ehemaligen Reichshaupstadt Rei. Danach hatten wir noch zwei Touren gemacht, die eine in uns bereits bekannte Städte wie Kashan, Persepolis und Shiras, in den wir noch einiges sehen wollten. Eine weitere Tour führte uns tief in den Süden zu den Inseln Qeshm und Hormuz an der Straße von Hormuz.
Bandar Abbas
Mit dem Flugzeug geht es am 21.12.2020 nach Bandar Abbas im Süden Irans.

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Bandar Abbas ist die Hauptstadt der Provinz Hormozgan im Süden des Iran am Persischen Golf hat ca. eine halbe Million Einwohner und ist eines der Hauptquartiere der iranischen Marine. Benannt ist die Stadt nach dem Schah Abbas I.
Aufstieg, Fall und erneuter Aufstieg von Bandar Abbas in den letzten 500 Jahren ist unmittelbar mit der Rolle europäischer Großmächte verbunden. Das einstige winzige Fischerdorf wurde als südlicher Haupthafen und Marinewerft Persiens gewählt, nachdem Schah Abbas I. 1622 die Portugiesen auf der nahen Insel Hormuz besiegt hatte. Die Ostinden-Kompanie erhielt, ebenso wie niederländische und französische Kaufleute, eine Handelserlaubnis. Bandar Abbas entwickelte sich im 18. Jahrhundert zum wichtigsten persischen Hafen und Hauptumschlagplatz für den Handel mit Teppichen aus Kerman. Nach dem Ende der Safawiden ? Dynastie und dem Rückzug der britischen Ostindien ? Kompanie 1759 verlor die Hafenstadt an Bedeutung. Der Sultan von Oman übernahm 1793 die Macht in Bandar Abbas und herrschte bis 1868. Die Rolle der Stadt blieb untergeordnet bis im ersten Golf Krieg zwischen Iran und Irak (1980 bis 1988) die iranischen Hafenstädte Buschehr, Bandar-e Imam Khomeni und Khoramshahr entweder erobert oder für den normalen Schiffsverkehr zu gefährlich wurden. Dank der Straßen ? und Eisenbahnverbindungen mit Iran und Zentral Asien hat Bandar Abbas seine Bedeutung erneut etabliert.
Unser Hotel in Bandar Abbas mit einem schönen Blick auf den Persischen Golf

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Die Eingangshalle

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Der Golf in der Abenddämmerung.

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Blick aus dem Hotel auf den Persischen Golf am nächsten Morgen.

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Die Umgebung des Hotels

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Der Garten

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Der Weg in die Stadt.

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Basar-e Mahi Forushi, der Fischmarkt

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Traditionell farbig gemusterte Shadore

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Die landestypischen Masken der Frauen.

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Jame Mosque
Die Jameh-Moschee, auch als Delgosha-Moschee bekannt, ist eine der ältesten Moscheen in Bandar Abbas und eines der wichtigsten religiösen Denkmäler der Provinz. Sie gehört zu den Denkmälern des 18. und 19. Jahrhunderts n. Chr. und besteht aus zwei Shabestans - Kellerräume, die im Hochsommer genutzt werden.

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Hammam'e Gallehdari

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Mr. Fish Restaurant
abseits der Straße ein unscheinbares Restaurant.
Es ist fast leer, als wir hineingehen.

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Fischsuppe

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Nur eine viertel Stunde später stehen die Leute Schlange. Wir genießen
den Fisch. Das Lokal macht seinem Namen alle Ehre.

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Beim Verlassen des Lokals spendiert uns der Inhaber einen Tea to go.

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Das Leben der Katzen

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Wandmalereien

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Der große Basar von Bandar Abbas
Der wuselige Basar erstreckt sich in einer Farborgie über zwei Straßenzüge gleich hinter der Küstenstraße.

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Schuhmacherwerkstatt auf dem Bürgersteig

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Hindu Tempel
Das kleine Steingebäude mit der konischen Kuppel wurde Ende des 19.
Jahrhundert für die Hindugemeinde gebaut, die für die britische Ostindien-Kompanie arbeitete. Der ehemalige Hindu-Tempel wurde in ein Museum umgewandelt. Die Hindu-Religion ist im Iran nicht anerkannt.

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Bilder, die während der Revolution überputzt wurden, weil dort Gesichter abgebildet waren. Später wurde versucht, sie wiederherzustellen, indem man den Putz wieder abschlug.

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Kopflast

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Nasseri Mosque
Die Nasseri-Moschee wurde im Jahr 1925 erbaut. Der Baustil dieser alten Moschee ist von der traditionellen Architektur des südlichen Iran inspiriert. Der Hauptaufbau der Moschee besteht aus einer zentralen Kuppel mit zwei Minaretten.

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Streetfood

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Die Küstenstraße

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Der Fährhafen

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Check in im Haghani Passenger Terminal

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Boarding

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Die Überfahrt dauert rund eine Stunde

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Blick zurück auf Bandar Abbas: die Skyline

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Willkommen auf Qeshm
Zakeri Port, der Hafen von Qeshm

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Die Insel Qeshm liegt in der Straße von Hormuz, nur 60 Kilometer von Oman und Abu Dabi entfernt. Sie hat etwa 100.000 Einwohner. Am östlichsten Punkt der Insel liegt die Stadt Qeshm. Ab 1301 war Qeschm ein bedeutendes Schutzgebiet des kleinen Königreichs von Hormuz, das es mit Trinkwasser versorgte.
das von der Insel bis auf das Festland reichte und die Insel Hormus Ab 1417 wurde es zu dessen wichtigstem Handelszentrum. 1507 eroberten die Portugiesen unter Alfonso de Albuquerque und Vasco da Gama einige Inseln im Persischen Golf, darunter Hormus und Qeschm.
Im Jahr 1991wurde die Insel in eine
Freihandelszone verwandelt, mit dem Ziel, die größte Freifläche zwischen Europa und dem Fernen Osten zu schaffen. Zu diesem Zweck erhielt Qeshm Island einen beträchtlichen Spielraum, um seine eigene Politik unabhängig von der Zentralregierung einzustellen, die in vielen Wirtschaftszweigen oft als Wachstumshindernis angesehen wurde.
Runter vor Strandtag

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Der Qeshm Geopark

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Ein Globaler UNESCO-Geopark ist eine geologische Stätte oder Landschaft von internationaler geowissenschaftlicher Bedeutung, ein besonders ausgewiesenes Gebiet, in dem Erdgeschichte erlebbar gemacht wird.
In einem Geopark wird vermittelt, wie Landschaften entstehen, welche Gesteine und Rohstoffe im Untergrund vorkommen und wie Geologie und Böden die jeweilige Landnutzung beeinflussen.
Als Landschaft von internationaler geowissenschaftlicher Bedeutung hat Qeshm die Anerkennung als UNESCO Global-Geopark erhalten. Damit ist verbunden die Verpflichtung dieses Erbe zur nachhaltigen Entwicklung der dort lebenden Menschen zu fördern.
Das Fährterminal

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Ein hilfsbereiter Mitarbeiter des Hafens bietet uns an, ein Taxi zu bestellen. Als wir ihm erklären, dass wir bereits ein SNAP bestellt haben, hält er uns für mutig und wünscht uns viel Glück, Das Taxi ist schon bald da und los geht es über die gepflegte Hauptstraße. Die Kommunikation mit dem Fahrer, der kein Englisch versteht und einen lokalen Dialekt spricht, gestaltet sich etwas schwierig.
Die Hauptstraße

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Wir verfolgen die Fahrt auf dem Handy. Wegen Bauarbeiten müssen wir eine Umleitung fahren. Der Fahrer folgt der Umleitung und gibt nach dreimaligen erfolglosen Versuchen, das Hotel zu finden, auf. Laut Handy befinden wir uns in unmittelbarer Nähe des Hotels und steigen deshalb aus. Wir biegen nur wenige Meter weiter von der Straße ab und stehen vor dem Hotel.

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Unser Zimmer

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Nachdem wir uns frisch gemacht haben, machen wir uns auf zu einer ersten Stadtbesichtigung.
Der Weg zur portugiesischen Festung

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Ghale-ye Porteghaliha, das portugiesische Fort

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Als Schutzgebiet des Königreichs von Hormuz entwickelte sich Qeshm zu dessen wichtigstem Handelszentrum. 1507 eroberten die Portugiesen unter Alfonso de Albuquerque und Vasco da Gama einige Inseln im Persischen Golf, darunter Hormus und Qeschm. Im Mai 1621 in fünfeinhalb Monaten die mächtige Festung, um die wirtschaftlichen Interessen Portugals in dem Gebiet zu sichern. Ab Winter 1621/22 blockierte der Shirazer Emam-qoli Khan neun Monate lang die portugiesische Garnison bis es ihm mit Hilfe der Engländer, denen er erweiterte Handelsprivilegien versprach, die Portugiesen von der Insel zu vertreiben.
Ab 1301 war Qeschm ein bedeutendes Schutzgebiet des Königreichs von Hormuz, das die Insel Hormus mit Trinkwasser versorgte. Ab 1417 wurde es zu dessen wichtigstem Handelszentrum. 1507 eroberten die Portugiesen unter Alfonso de Albuquerque und Vasco da Gama einige Inseln im Persischen Golf, darunter Hormus und Qeschm.
Im Mai 1621 landeten 2.000 portugiesische Soldaten gemeinsam mit Truppen aus Hormus auf Qeshm und errichteten dort in fünfeinhalb Monaten ein mächtiges Fort. Daraufhin
blockierte der Shirazer Emam-qoli Khan neun Monate lang die portugiesische Garnison auf Qeschm. Als dann ein Geschwader der britische East India Company 1621 in Bandar-e Dschask eine Seidenlieferung für den Export abholte, gelang es Emam-qoli Khan die Engländer als Partner für die Vertreibung der Portugiesen zu gewinnen. Im Gegenzug dazu gewährte er ihnen erweiterte Handelsprivilegien und die Kontrolle über das Fort auf Hormus, das allerdings erst noch erobert werden musste. In den folgenden 200 Jahren fiel die Insel mehrfach in unterschiedliche Hände, bis Scheich Soltan Saqr sie 1807 endgültig zurückeroberte.
Das was von den Ruinen noch übrig war wurde 2005 Am 27. November 2005 erschütterte ein Erdbeben die Insel und zerstörte einen Teil der portugiesischen Festung, bevor die Untersuchungen zu Ende geführt werden konnten.
Nach einer zehnwöchigen Belagerung von Hormuz durch Emam-Quli Khan gaben die Portugiesen auf und zogen ab.
In den folgenden 200 Jahren fiel die Insel mehrfach in unterschiedliche Hände, bis sie 1807 Scheich Soltan Sadr endgültig zurückeroberte.
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Grabstein aus dem 16. Jahrhundert

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Eine kleine Abwechslung bei Kaffee und Backgammon.

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Der Basar

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Der Basar ist nicht besonders sehenswert. Umso mehr wird mit bekannten großen Plakaten für bekannte Marke geworben unter anderem mit deutscher Flagge für eine angeblich deutsche Marke.

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Es ist Abend als wir im Hotel ankommen.

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Am nächsten Morgen geht es zur Insel Hormuz.

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Die Insel liegt in der Straße von Hormuz. Die Straße ist nur 30 Seemeilen breit und verbindet den Persischen Golf im Westen mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean im Osten. Nur rund 130 Kilometer Luftlinie von Dubai entfernt bildet die iranische Küste den Nordrand des Persischen Golfs.
Die Fähre fährt um 8 Uhr los. Das heißt: früh aufstehen!

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Öltanker in der Straße von Hormuz

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Die Straße von Hormuz ist nur 30 Seemeilen breit. Sie verbindet den Persischen Golf im Westen mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean im Osten. Nur rund 130 Kilometer Luftlinie von Dubai entfernt bildet die iranische Küste den Nordrand des Persischen Golfs. Sie ist eine der wichtigsten internationalen Wasserstraßen. Mindestens 88 Prozent des saudischen, 90 Prozent des iranischen und 98 Prozent des irakischen Erdölexportes, 99 Prozent des Erdöls der Vereinigten Emirate und ebenso 100 Prozent des Erdöls von Kuwait und Katar werden über diese Wasserstraße ins Ausland verschifft. Insgesamt werden 90 Prozent der Erdölausfuhr der Anrainerstaaten am Persischen Golf mit Öltanker über diesen Seeweg abgewickelt. Insgesamt sind dies 40 Prozent des weltweit auf Schiffen beförderten Öls.
Hormuz in Sicht

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Der Hafen

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Erst einmal das Frühstück nachholen. Am Hafen ist ein kleines Tagescafé.

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Tour um Hormuz
Die 452 km² große Insel ist nahezu unbewohnt. Sie zählt heute 3000 Einwohner und ist eine der meistbesuchten Inseln im Süden des Landes, besonders im Herbst und Winter, wenn das Wetter dort angenehm ist. Bei den meisten Inselbesuchern handelt es sich um Tagesausflügler aus Bandar Abbas oder Qeshm. Der einzige Ort ist Hormuz, ein verschlafenes Nest mit nur wenigen einfachen Privatunterkünften. Nur eine Straße führt um die Insel herum. Vor den Toren des Hafens stehen sogenannte Tuk-Tuks, das Hauptverkehrsmittel der Insel. Die Besucher werden für eine Rundfahrt umworben.

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Die Rundfahrt beginnt in einer kargen, von Gebirgsketten geprägten Landschaft.

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Die rötliche Farbe der Erde ist auf Hormuz vorherrschend. Es handelt sich um Hämatit (Eisenoxyd).

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Die Insel befindet sich auf einem Salzstock aus kristallisiertem Halit, Die Berge sind mit Salzkristallen bedeckt Sie sehen aus wie mit Schnee bedeckt.

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Wir biegen von der Straße links ab in einen kleinen Weg, an dessen Ende ein Verkaufsstand steht, der Masken Muschelketten und regionale Handwerksarbeiten anbietet. Als wir kein Interesse an dem Angebot zeigen, setzt der Fahrer die Fahrt fort. Eine Kommunikation mit dem Fahrer ist nur mit Gebärdensprache möglich. Er spricht kein Englisch und unser Farsi versteht er nicht. Er spricht nur den einheimischen Dialekt, den wiederum wir nicht verstehen. Er zeigt aber auch kein Bemühen, sich mit Gebärdensprache verständlich zu machen.

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Die Insel ist mit Sedimentgestein und Schichten von Vulkanasche auf ihrer Oberfläche durchsetzt. Der höchste Punkt der Insel liegt etwa 186 Meter über dem Meeresspiegel. Die Erde und das Wasser sind aufgrund fehlender Niederschläge salzig.

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Versteinertes Salz!

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Und wieder mal biegen wir in einen Seitenweg ein.

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An Verkaufsständen für Souvenirs und Getränke stehen etliche Tuk-Tuks. Es herrscht ein reges Treiben.

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Einige Besucher haben es sich gemütlich gemacht und genießen das rege Treiben.

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Gerne lässt sich die Frau von uns mit ihrer Maske fotografieren.
Entlang der iranischen Küste und auf der Insel Qeshm in der Straße von Hormus tragen die Frauen seit Jahrhunderten diese Masken. Ihr Stil variiert je nach Region und Volksgruppe, aber am auffälligsten unterscheiden sie sich in Bezug auf die religiöse Zugehörigkeit: Schiitische Frauen tragen rote, rechteckige Masken, sunnitische Frauen schwarze oder indigoblaue mit goldenen Verzierungen
The Salt Goddess cave and mountain,
die "Salzgöttin"
Wir stehen vor einer der Haupttouristenattraktionen der Insel Hormuz, der Salzgöttin, einem Salzberg in verschiedenen Farben.

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Durch den hohen Druck aufliegender Gesteinsschichten wurde das über 650 Mio. Jahre alte Salz aus Tiefen von über 4.800 m in an die Erdoberfläche gedrückt. Wegen der enormen Trockenheit wird es hier langsamer aufgelöst, als es aus dem Untergrund nachgeschoben wird. Das heißt, ein Teil des Salzes wird gelöst und es entstehen Lösungsformen wie in einem Karstgebiet, ein weiterer Teil wird in Lösung abtransportiert (Salzreiche Bäche) und andernorts wieder ausgefällt (Salzkrusten in Salzsümpfen und Salzseen).

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Das Gebiet ist mit Salzhöhlen durchsetzt wie ein Schweizer Käse.

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Die Berge sind bunt, rot-, purpur-, gelb-, ocker- und blaufarbig, das Ergebnis der bei der Entstehung ungleichmäßigen Abkühlung des geschmolzenen Gesteins. Hormuz wir daher auch die Regebogeninsel genannt.

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Das schroffe Inselinnere ist ein reizvolles geologisches Wunderland aus verschiedenfarbigen vulkanischen Felsen und Erdreichen.
und unter anderem für die Herstellung des roten Farbstoffs der Lippenstifte genutzt wird.
Feriensiedlung
Abseits der Straße zum Strand hin gelegen ist eine farbenfrohe Feriensiedlung mit Blick auf den Persischen Golf in die Landschaft eingebettet. Ein Projekt progressiver Teheraner Architekten zur Förderung der regionalen Handwerker und des Tourismus.

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Darreye Tandis-ha, Tal der Statuen
Hohe Felsen wurden von Wind und Wasser in tierähnliche Figuren wie Drachen und Vögel und Fabelwesen verwandelt. Am Eingang der Schlucht sitzen zwei Frauen, die ihre Waren vor sich ausgebreitet haben.

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Ulrike kommt mit Ihnen ins Gespräch, ein Gespräch unter Frauen.

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Was hat es mit den Masken, Borghe genannt, auf sich?
An der iranischen Küste und auf der Insel Qeshm in der Straße von Hormuz tragen Frauen seit Jahrhunderten Masken. Sie variieren je nach Region, ethnischer Zugehörigkeit, am deutlichsten jedoch je nach religiöser Zugehörigkeit. Je älter eine Frau ist, desto größer und flächiger ist ihre Maske. Die Masken, bei denen man nur noch die Augen sieht, dienen auch zum Schutz sonnenempfindlicher Haut. In der Region Bandar Abbas werden schwarze Masken von Mädchen ab 9 Jahren getragen, orangefarbene von Verlobten. Schiitische Frauen tragen rote rechteckige Masken, sunnitische in schwarze oder indigo mit Gold, die den Eindruck erwecken, als hätten sie Augenbrauen und Schnurrbart - einst ein Trick, um Eindringlingen vorzugaukeln, dass sie Männer seien.

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Durch die enge Schlucht geht es zur Aussichtsplattform..

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Die Ungeheuer

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Von der Aussichtsplattform auf einem Steilhang bietet sich ein herrlicher Ausblick auf das Meer.

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Weiter geht es an der Küste entlang

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Der Rote Strand
Die rote Erde ist ein wertvolles Mineral für industrielle Zwecke. Sie fand Verwendung in verschiedenen Industrien wie Färberei, Kosmetik (Lippenstift), Glas und Keramik und wurde lang Zeit auch exportiert. Heute ist der Export und der Abbau beschränkt, um die Zerstörung der einzigartigen Landschaft zu verhindern.

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Der Schildkrötenstrand
Am 2500 m langen Strand legen die Echte Karettschildkröte und die Grüne Meeresschildkröte gegen Ende des Winters bis Anfang Frühling ihre Eier ab. Sie streben nachts vom Flachwasser an den Strand, um mit ihren Krallen mühsam im Sand zu graben und darin ihre Eier abzulegen. Dann kehren sie ins Meer zurück. Nach 55 Tagen schlüpfen die Jungtiere aus den Eiern, um die gefährlichste Reise ihres Lebens anzutreten. Auf dem Weg vom Strand in das das Meer sind sie von Füchsen, Meereskrebsen und hungrigen Vögeln bedroht. Ans Meer kriechend finden sie erst in den brechenden Wellen Sicherheit.

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Die herrliche Kulisse am Steilhang lädt zum Campen ein.

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Ein Tor nach Märtyrer Ali Golzari benannt.

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Der Weg zum Ende des Tals über Salz und Wasserläufe nimmt doch mehr Zeit in Anspruch, als ich gedacht habe. Ich mache kehrt.

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Wunderschöne Aussichten,

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Nachdem sich das Meer zurück geuogen hat, wird Im flachen Wasser nach Krabben und anderem Meeresgetier gesucht.

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Mangrovenwälder

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Eine Strandkrabbe zieht sich in ihr Loch zurück.

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Die Vogelwelt
Ein Sammelplatz für Zugvögel.

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Die Einheimischen verwenden die rote Erde in ihrer Küche als Gewürz, wie z.B. Soßen, Marmeladen usw.

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Fort of Our Lady of the Conception
Das kleine Königreich von Hormuz hatte eine machtvolle strategische Lage. Es erstreckte sich von der Insel auf das Festland Persiens und hatte hierdurch die volle Kontrolle über den Handelsverkehr der Anrainerstaaten des Golfs mit Europa und Indien. Aus diesem Grund war die Insel über Jahrhunderte hinweg auch immer wieder umkämpft. Im 16. Jahrhundert war Hormuz von den Portugiesen besetzt. Zur Sicherung ihrer Interessen errichteten sie ein mächtiges Fort.
An der Festungsmauer haben sich diverse Händler niedergelassen.

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Tattoos

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Der zum Meer gelegene Innenhof.

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Die Kirche

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Von der Festung gehen wir zu Fuß über die Promenade zum Hafen.

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Mexican Christmas Dinner
Ein Lokal wirbt mit einem "Christmas Dinner".

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Der Hof als Gastraum.

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Das Dinner

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Mit mexikanisch hat das Essen wenig zu tun. Der Vorbesitzer war Mexikaner. Das Lokal wird derzeit von einem gleichberechtigten Team geleitet.

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Eine Gruppe Pfadfinderinnen wollte nach Turkmenistan, hat sich dann aber entschieden, Richtung Iran weiter zu reisen mit Klampfe und Liederbuch.

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An der Einrichtung wird noch gearbeitet.

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Zurück geht es mit der Fähre nach Qeshm.

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Tour um Qeshm
Neben den Salzformationen prägen den Geopark auch die Sedimentgesteine, die durch Auswaschungen beeindruckende Formen angenommen haben. Obwohl die Landschaft teils an eine Mondlandschaft erinnert, ist die Tierwelt vielfältig, zahlreiche Vogelarten, Reptilien, Delphine und Schildkröten sind hier zu Hause.
Wir fahren an der Küstenstraße entlang durch eine flache und trockene Landschaft, aus der ab und wann flache Berge herausragen heraus ragen.
Das Festland liegt unter einem Dunstschleier; durch hohe Schornsteine wird Tag und Nacht Gas abgefackelt, das bei der Ölförderung freigesetzt wird. Zu jeder Ölquelle gehören die berüchtigten Fackeln, durch die Kohlendioxid, Schwermetalle, Ruß, Schwefel- und Stickoxide freigesetzt werden. Das offene Abfackeln der bei der Erdölförderung anfallenden Gase trägt in erheblichem Maße zur globalen Erwärmung bei.

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Islamic Azad University Qeshm Branch

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Die Islamische Azad-Universität, Islamische Freie Universität, ist die größte Universität des Landes mit verschiedenen Standorten weltweit. Sie ist vom Staat anerkannt, erhält aber keine staatlichen Mittel und ist daher auf Spenden und Studiengebühren angewiesen. Ihr zentraler Sitz ist in Teheran. Sie bietet in Zusammenarbeit mit der Carleton University of Canada Bachelor- und Master-Abschlüsse in Betriebswirtschaft an. Die Abschlüsse der Islamischen Azad Universität sind generell in Deutschland anerkannt

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Vereinzelt haben sich hier Industriebetriebe niedergelassen.

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Eine Bootswerft, die Lenj-Boote im Stil der arabischen Dhaus in Fiberglas baut. Sie dienen als Frachtschiffe zwischen Iran und Dubai.

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Einer dieser Berge, die sich Immer wieder aus der Ebene erheben, teils durch Eruptionen entstanden,

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teils durch Verwerfungen. Hier haben sich tektonische Platten übereinander geschoben

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Am Berg angelehnt hat sich ein Betrieb niedergelassen.

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Dorfleben

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Bandar e Laft
Laft ist mehr als 2000 Jahre alt. Das kleine Fischerdorf hat sich der Pflege der traditionellen Kultur verschrieben. Es liegt an einem felsigen Hang. Auf dem Hügel sind Terrassen angelegt, von denen man einen herrlichen Blick auf das Meer und die Stadt hat.

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Von hier aus setzen die traditionellen Lenj-Boote nach Abu Dabi über

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Die Boote sind heute noch im Einsatz für den Frachtverkehr zwischen Qeshm und Abu Dabi..

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Der arabische Einfluss aus dem 19. Jhd., als Qeshm zum Sultanat Oman gehörte, ist im idyllischen Hafenörtchen Laft unverkennbar. Das Dorf, eingeklemmt zwischen Persischem Golf und schroffem Fels mit seine Lehmhäusern, niedrigen Türen, engen Gassen, Windtürmen, die kühle Luft in die Häuser leiten, und Minaretten ist seit Jahrhunderten unverändert.

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Die Moscheen mit nur einem Minarett weisen auf den sunnitischen Einfluss hin.

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Die engen Gassen zwischen den hohen Mauern bieten wohltuenden Schatten.

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Naderi Castle

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Tallaght wells Loft
Vor Jahrhunderten gruben Menschen hier 366 Brunnen in den Felsen, um Regenwasser aufzufangen, einen für jeden Tag eines Schaltjahres. Dann war der Brunnen ausgeschöpft und wurde vom spärlichen Regen im Laufe des Jahres wieder aufgefüllt. Jeder Brunnen hat seinen eigenen Namen wie Ghorub, Libani, Adhuri etc. Heute existieren noch etwa 60. Die Hälfte davon kann noch zur Wassergewinnung verwendet werden.

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Das Ab-Anbar.
Der Wasserspeicher darf nicht fehlen.

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Nebenan entsteht ein neuer Ortsteil.

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Nach der Tageshitze eine schöne Sitzecke zum chillen mit Blick auf das Meer.

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Das Motorrad, das Verkehrsmittel für Groß und Klein

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Die Frauen befürchten durch das Fotografieren ihr Gesicht zu verlieren

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und wenden sich ab.

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Ein Fischerhaus als Museum

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Hejleh, das Hochzeitszimmer im Museum

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Das Hochzeitszimmer wurde von der Familie der Braut und des Bräutigams üppig mit buntem Glas, Spiegeln, Girlanden, Weihnachtskugeln, Blumen, bunten Kissen und Versen aus dem Koran geschmückt. Die Braut betrat dieses Zimmer in der Hochzeitsnacht mit der Borghe.
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Museumsschiff

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Die Ausfallstraße

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Gestelle zum Trocknen von Krabben

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Ölfeld mit Fackel
Auch auf Hormuiz wird Öl geffördert.

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Harra Forest
Die Mangrovensümpfe, die sich im Flachwasser zwischen dem Festland und der Insel Qeshm erstrecken, sind eines der nördlichsten Mangrovengebiete der Erde. Der Hara-Wald versinkt bei Flut im Wasser und taucht bei Ebbe wieder auf. Der Wald ist ein grünes Juwel in der sonst trockenen Region und schützt die Küste vor dem Unbill des Meeres. Zu der Kargheit des Inselinneren steht die üppig grüne Küste im heftigen Kontrast. Das Gebiet ist während der Wintermonate ein wichtiger Lebensraum für Zugvögel, Fische, Gliederfüßer, Muscheln, Meeresschildkröten und giftige Seeschlangen. Reiher, Flamingos, Pelikane und Adler sind hier heimisch.

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Die Artenvielfalt der Bäume beschränkt sich auf eine einzige Gattung (Rhizohora). Die Wurzeln und der Stamm der Mangrovenbäume halten dem hohen Salzgehalts des Wassers stand. In den Pflanzenzellen der Mangroven herrscht eine noch höhere Salzkonzentration als im Meerwasser. Durch ein Filtersystem lassen die Zellen das Wasser aus dem Meer durch, das Salz bleibt hängen. Außerdem können Mangroven Blätter, die sich zu sehr mit Salz angereichert haben, einfach abwerfen. Auch mit Hilfe von Salzdrüsen und Salzhaaren wird überschüssiges Salz ausgeschieden.
Bootsfahrt durch den Mangrovenwald .

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Von der Vielfalt der Tierwelt bekommen wir nicht viel mit.

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Wer findet den Vogel?

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Mittagszeit in Soheyli

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Tandis Valley
Tandis Valley Geoside befindet sich im zentralen Teil der Insel und gehört zu den breitesten und größten Geosites, für Geologen ein Highlight. Das Tal der Statuen weist außergewöhnliche Erosionsformen auf. Sie sind die Überreste eines Hochplateaus. Die Hebung der Insel führte zu einer Verlagerung der Küstenlinie und einer Vergrößerung des Landes. Das angehobene Land wurde durch die Küstenerosion erodiert. In diesem Gebiet - ähnlich wie in anderen Gebieten - hat die Zerstörung der höheren Schichten von hartem und zementiertem Kalkstein die Erosion in den weichen Mergelschichten beschleunigt. Überall dort, wo die harten Schichten vorhanden sind, sind inselförmige Hügel sichtbar.

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Die geheimnisvolle Hand aus der Felswand

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Die unendliche Weite des Tals

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Von Furchen durchzogen

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Gestelle zum Trocknen von Krabben

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Die Oberfläche des Gesteins, die durch den millionenfachen Erosionsprozess entstanden ist, ist mit einer großen Anzahl von Muschelfossilien bedeckt, hauptsächlich Austern.

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Port of Guran
Guran ist eines der wenigen Dörfer, in denen noch Holzboote (Lenj) nach traditioneller, 6000 Jahre alter Bauweise hergestellt werden. Die Lenjs wurden ursprünglich für Fernreisen nach Indien und Afrika sowie für die Fischerei, Perlenjagd und den Handel in der Region verwendet. Sie sind seit Jahrhunderten ein zentraler Bestandteil der iranischen Seekultur.
Zwei Boote sind gerade im Bau.

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Die Fugen zwischen den Schiffsplanken werden mit Materialien wie Werg oder Baumwolle ausgefüllt und mit Pech oder anderen, gummiartigen Produkten zur Abdichtung überzogen.

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Die Leiter sieht etwas wackelig aus. Nachdem der Arbeiter den Aufstieg unbeschadet überstanden hat, traue auch ich mich, um mir unmittelbar einen Eindruck von dem Oberdeck zu verschaffen.

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Von der Größe des Oberdecks bin ich beeindruckt. An dem Boot arbeitet nur ein einziger Mann.

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Der Bau eines solchen Schiffs, dauert 2-5 Jahre und kostet etwa 1 mio. ?. Die alte Tradition, Holzschiffe ohne Blaupause herzustellen, droht auszusterben. Die billiger herzustellenden leichteren und haltbareren Fiberglasfaserboote sind eine starke Konkurrenz.

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Holzlagerplatz für den Schiffbau

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Chahkuh Valley
Ein paar Kilometer weiter kommen wir zum Chahkuh-Valley, eine beeindruckende, kilometerlange, enge, ockerfarbene, durch Wassererosion geschaffene Schlucht.

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Zum Eingang der Schlucht

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Ein Bächlein begleitet uns

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Der hohe Salzberg

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Ein Bächlein begleitet uns
Ein Wasserloch
Die geologischen Formationen in der Chahkooh-Schlucht sind undurchlässig. Das Regenwasser läuft über die Oberfläche und sammelt sich am Boden. Das haben sich die Einheimischen zunutze gemacht und flache Brunnen ("Chahkooh") in die Oberfläche gegraben, um Regenwasser zu speichern.

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Felswohnungen
Als die Portugiesen im 16. Jahrhundert die strategisch bedeutsame Insel am Eingang zum Persischen Golf besetzten, fanden die Bewohner Schutz im steinernen Labyrinth. Noch heute sind die Überreste ihrer Behausungen zu erkennen.
Behausungen.

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Von hier aus hatten Bewohner den Überblick über das Tal.

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Schon bald nimmt die Schlucht unglaubliche Formen an.

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Es gibt eine Vielzahl von Formen und Gestalten, nämlich kreisförmige, gewölbte, ovale und lineare Formen an den Wänden und am Boden der Schlucht, die durch starkes Fließwasser nach Regen entstehen. Gesteinsbrocken werden mitgerissen, bewegen sich schnell und kreisförmig und bilden schüsselförmige Löcher (Pot-Loch).

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Die Wasserbrunnen haben der Schlucht ihren Namen gegeben (Chah=Brunnen, Kooh=Berg)
Die Brunnen

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Ziegenhirten und Bewohner der umgebenden Dörfer kommen hier vorbei, um Wasser aus den Brunnen zu schöpfen. Die Brunnen werden sorgfältig gepflegt.

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Die Erosion in diesen Sandsteinbetten entsteht dadurch, dass das Meerwasser verdunstet und die Salzkristallisation den Sandstein zerfrisst. Die glatte und abgerundete Oberfläche zeigt, dass die Formation auch durch Wasser- und Winderosion beeinflusst wurde.

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Die Geister schauen aus der Wand

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Die Schlucht wird enger und enger

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Eingefangen von hohen Felswänden.

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Geschafft.

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Der Weg zurück

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Getrocknete Krabben, Safran pp. im Angebot.

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Eine Familie mit Kindern aus Belgien im Sabbatjahr mit Bus unterwegs.

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Das Tickethäuschen

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Über eine Piste geht es weiter zur Salzhöhle.

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Auf dem Weg zur Eishöhle

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Gestelle zum Trocknen der Krabben

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Kamele in freier Wildbahn.

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Zutrauliche Tiere

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Ein Leckerli

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Die Salzhöhle
Mit einer Höhe von 237 Metern und einer Länge von über 6.000 Metern gilt diese natürliche Attraktion als die größte Salzhöhle der Welt.
Die Zufahrt zur Höhle. Das Tickethäuschen.

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In dem brackigem Wasser haben sich Salzkristalle in Hagelkorngröße gebildet. Unter den Füßen knirschen bei jedem Schritt die kleinen, rosa Salzkristalle.

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Wegweiser zur Eishöhle

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Adrige Salzablagerungen bedecken das rote Gestein vor dem Höhleneingang.

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Die notendige Ausrüstung am Ticketschalter ausgeliehen.

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Wunderschöne Marmorierung der Wände, Salzkristalle in Rosa, Violett, Blau, Karminrot und Weiß.

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Um tiefer in die Höhle einzudringen, müssten wir robben. Dazu fehlt uns das nötige Equipment.

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Die Höhle ist ein geeigneter Ort für die Behandlung Asthma und Atemwegsproblemen. Das Salz schmeckt, das so weich und rein und voller Mineralien und Güte.

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Hengam
Die Insel Hengam ist für seine Vogelwelt und Gazellen bekannt, vor allem aber für die Delfine, die die Besucherboote begleiten und Luftsprünge vollbringen. Garantiert wird dies allerdings nicht. Dies ist ausdrücklich auf den Tickets vermerkt.

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Warten auf Delphine. Wir hatten kein Glück; es ließ sich kein Delfin blicken. Nach einigem Warten werden wir auf der Insel abgesetzt. Als Trost sandte uns der Bootsführer ein Video von Delfinen.

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Kein Fake! Freunde, die am nächsten Tag dort waren, hatten tatsächlich Delfine gesehen.
Der Rundgang über den Markt.

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Das Wasser ist herrlich klar, so dass wir die Fischschwärme sehen konnten.

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Die Überfahrt

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Der Naaz-Strand

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Von hier aus kann man bei Ebbe zu Fuß zur kleinen vorgelagerten Insel Naaz gelangen. Ein breiter Sandstrand, der in der Hochsaison bevölkert ist. Jetzt haben fliegende Händler den Strand in Beschlag genommen.

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Estalah-kaftah, das Sternental
"Tal der Sterne" (Darreh Setareha) mit seiner für Qeshm typischen Erosionslandschaft. Gigantische Canyonlandschaften mit einer unglaublichen Vielfalt an Schluchten und Hochplateaus lassen sich hier bestaunen. Wind und Wetter haben diesen seltsamen Ort über Jahrmillionen geformt.
Die ungewöhnlichen geologischen Formen und Geräusche, die der Wind, nachts verursacht, haben den Geisterglauben der Einheimischen beflügelt.
Ein Iraner aus Hamburg spricht uns an.

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Obere Platte

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Von da aus ein Blick in die Niederungen

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Der Rückweg

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Khorbas Cave

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Der Kalksteinfelsen ist durchsetzt von Höhlen. In ihnen sollen die Dorfbewohner vor Piraten und Banditen Schutz gesucht haben.
Zurück in Qeshm, geht es zum Strand, vorbei am Denkmal von Eman Gholi Khan, dem es mit Hilfe der Engländer gelang, die Portugiesen von Qeshm zu vertreiben.

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Qeshm ist ein Freihafen. Großzügige Malls laden zum zollfreien Einkauf ein und es wird immer weiter gebaut.

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Die Promenade

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Der Strand

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Strandleben

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Ein Tag Strandurlaub

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Kunstwerke der Strandkrebse

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Zeytoon Park
An den Strand schließt sich der Zeytoon-Park an. Sportanlagen wie Sportplätze, Beachvolleyball, Skaten und Radfahren laden zu sportlichen Aktivitäten ein. Familien.
Eine Schulklasse auf Ausflug im Park bei Picknick

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Während Yalda, der längsten Nacht des Jahres, haben einige Leute ihr Zelt im Park in der Nähe des Strandes aufgeschlagen. Tagsüber treffen sich die Menschen hier zum Picknick. Nachts schafft die Live-Musik von Annelie und Ali das entsprechende Ambiente. Annelie kommt aus der Nähe von Bremerhaven, Ali aus Isfahan. Vor sieben Jahren haben sie das Land am Rande des Parks gepachtet und darauf ein Lokal errichtet.

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Wir genießen die Nacht am Meer bei Musik und lassen es uns gut gehen.

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Der Junge sorgt für Stimmung. Die Erwachsenen erfreuen sich an dem Anblick. Die Frauen haben Mühe, ruhig sitzen zu bleiben und sind auch gesittet gekleidet.

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Auf einmal entsteht Unruhe. Ein Großeinsatz der Polizei vom Festland. Das Lokal wird umstellt, damit keiner der möglicherweise unsittlich Gekleideten entkommen kann. Ali wird mitgeteilt, die Musik sei zu laut. Sie müsse sofort ausgestellt werden und das Lokal werde am nächsten Morgen geschlossen. Ali nervt das zwar, aber er nimmt es eigentlich sehr gelassen. Die Polizei einschließlich ?Sitte? kontrolliere immer wieder, ob die Gäste auch islamisch gekleidet seien und sie nicht sängen und tanzten. Der Großeinsatz sei allerdings etwas ungewöhnlich. Am nächsten Morgen fährt er nach Qeshm zur Polizei, um die Angelegenheit vor Ort zu besprechen. Ihm wurde mitgeteilt, dass man keine Zeit für ihn habe. Er: dann werde er halt so lange warten, bis jemand Zeit habe. Bis man ihn schließlich vorließ, verging ein ganzer Tag. Irgendwie hat Ali es hingekriegt, dass das Lokal nicht geschlossen wurde.
Weihnachten in der Straße von Hormuz. Der Tannenbaum darf bei Anneli nicht fehlen.

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Der Jahreswechsel, nach europäischem Kalender, wird von Anneli und Ali mit einem Feuerwerk begangen.

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Der Abschied

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Der Rückflug

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