Montag, 2. Dezember 2019
(15) Neues aus Iran
Rey, die 6000 Jahre alte Hauptstadt des Perserreichs

Im November diesen Jahres unternehmen wir mit Freunden einen Kurztrip nach Rey.



Rey ist eine Industriestadt 15 Kilometer südlich von Teheran. Sie wird zum Teheraner Ballungsraum hinzugezählt. Rey war die älteste Hauptstadt und 'heiliges' Zentrum Mediens, des ältesten iranischen Reiches, und wurde im 8. Jahrhundert vor Christus von den Assyrern erobert. Die neue Hauptstadt der Meder wurde im 7. Jahrhundert nach dem Sieg über die Assyrer Ekbatana (heutiges Hamadan). Entlang der Seidenstraße lag Rey am Kreuzungspunkt der Strecke von Ekbatana nach Herat sowie von Täbris nach Isfahan. Im 6. Jahrhundert vor Christus wurde sie von den Persern unter Kyros II. bzw. Dareios I. zerstört. Nach der Niederlage gegen Alexander den Großen regierte der letzte Perserkönig Dareios III. noch einige Wochen von Rey aus über das Restreich. Von Alexanders Nachfolger Seleukos I. wurde Rey wieder aufgebaut und zwischenzeitlich in Europos umbenannt, fiel aber im 3. Jahrhundert vor Christus an die Parther (als Sommerresidenz der Arsakiden in Arsakia umbenannt) und im 3. Jahrhundert nach Christus an die Sassaniden. Bis zu ihrer Zerstörung durch die Mongolen im Jahre 1220 war Rey eine der wichtigsten Städte im nördlichen Iran.


Moallem Square

Als erstes stoßen wir auf den Moallem Square - Lehrer-Platz. Die Lehrer unter uns sind überwältigt von der Ehrerbietung, die diese Stadt ihnen entgegenbringt.






Weiter geht es zum Bibi Shahrbanu Shrine







Bibi Shahrbanu Shrine

Der Bibi Shahrbanu Shrine ist befindet sich außerhalb der heutigen Stadt am Hang einer kleinen Gebirgskette, die sich nach Osten erstreckt und unter dem Namen Kuh-e Bibi Sharbanu bekannt ist. Der Schrein ist Shahrbanu gewidmet.











Die Geschichte von Shahrbanu ist höchst umstritten. Verbreitet ist die Meinung, dass sie die älteste Tochter des letzten Sassaniden-Schahs, Yazdegerd III., ist, die dem 3. schiitischen Imam, al-Husain ibn 'Ali, den vierten schiitischen Imam, Alī Zayn-al-bedīn gebar. Die Widmung des Schreins in Rey gründet sich darauf, dass Husayn in der Schlacht von Kerbela vor seinem Tod Shahrbanu sein Pferd geschenkt und ihr angeboten habe, in ihre Heimat in Persien zurückkehren zu dürfen. Auf ihrer Flucht sei sie von Yazids Soldaten verfolgt worden. Als sie sich den Bergen um Rey genähert habe, habe sie verzweifelt nach Gott rufen wollen, in ihrer Erschöpfung jedoch nicht "Yallahu!" (Oh Gott!), sondern "Ya kuh!" (Oh Berg!) gerufen. Der Berg habe sich dann auf wundersame Weise geöffnet. Sie sei hineingeritten. Ein Stück ihres Schleiers habe sich in der Felsöffnung verfangen, als sich der Felsen hinter ihr schloss. Als ihre Verfolger und andere Menschen das Tuch im Felsen fanden, hätten sie das Wunder erkannt und Sharbanu als Heilige anerkannt.

Der älteste Teil der bestehenden Schreingebäude stammt aus dem 10. Jahrhundert und wurde zu Zeiten der Safawiden und Qadscharen erweitert.










Die heilige Stätte ist nicht nur ein Ort zum Beten, sondern auch zum Leben.








Iraner lassen sich gerne mit uns Europäern fotografieren.







Im inneren Heiligtum befindet sich das 'Grab' aus dem 15. Jahrhundert, das angeblich den Leichnam von Shahr Banu in der Art eines gewöhnlichen Imamzadehs enthält.







Hier ist die Stelle, an der Bibi in dem Felsen verschwand und ein Stück ihres Gewandes hängenblieb.







So ähnlich muss das ausgesehen haben.







Blick von dem Heiligtum nach Süden auf Rey.







Ein Blick auf die Zementanlagen in der Umgebung.






Das für die Herstellung des Zements erforderliche Material wird in der Umgebung abgebaut und schlägt tiefe Wunden in die Landschaft.








Rashkan Castle


Rashkan Burg wurde während der Partherherrschaft zum Schutz von Rey errichtet. Von der einstigen großen Anlage ist nicht mehr viel übrig.





















Vom Gipfel des Berges bietet sich ein weiter Ausblick auf die Stadt und






Teheran.









Der Friedhof Ibn Babawayh


Der Friedhof ist nach dem berühmtesten Bewohner, Ibn Babawayh (991 n. Chr.), einem berühmten Gelehrten des schiitischen Islam, benannt. Er unterrichtete in Bagdad und lebte am Ende seines Lebens in Rey. Seine Werke (mehr als 300 Bände) werden in der Rechtsprechung als gültige Quellen herangezogen. Viele iranische Giganten aus Sport, Literatur, Kunst, Kultur, Religion und Politik sind dort begraben. Der Grund dafür ist, dass Rey aufgrund des Shah-Abdol-Azim-Schreins ein schiitischer Wallfahrtsort ist, der dazu führte, dass viele fromme Menschen sich in der Nähe dieses Ortes begraben ließen.








Rey Castle






Rey Castle war eine alte Burg oder Verteidigungsmauer in Cheshmesh-Ali. Die Burg befindet sich über dem Relief von Fath Ali Shah und stammt aus dem Jahr 4000 v. Chr. während der Herrschaft der Meder. Es wird angenommen, dass die Burg durch ein Erdbeben zerstört wurde und dass Seleukos I. Nikator sie wieder aufbaute.







Fath-Ali Shah Qajar war der zweite Qadjar Schah. In seiner Regierungszeit wurden die nördlichen Gebiete des Iran im Kaukasus, einschließlich des heutigen Georgiens, Dagestans, Aserbaidschans und Armeniens, unwiderruflich an das Russische Reich abgetreten. Der Historiker Joseph M. Upton sagt, dass er, Fath-Ali Shah Qajar, "unter Persern für drei Dinge berühmt ist: seinen außergewöhnlich langen Bart, seine wespenähnliche Taille und seine Nachkommen." Wie ein frommer Mohammedaner hatte er zwar nur vier Frauen, aber sein Harem bestand im Allgemeinen aus 800 bis 1000 Damen. Von diesen hatte er 130 Söhne und 150 Töchter und es wird angenommen, dass zum Zeitpunkt seines Todes seine Nachkommen fünftausend Seelen zählten.




Fath-Ali Shah Qajar


Am Ende seiner Regierungszeit brachten seine schwierigen wirtschaftlichen Probleme sowie seine militärischen und technologischen Verpflichtungen den Iran an den Rand des Zerfalls, der durch einen Kampf um den Thron nach seinem Tod beschleunigt wurde.



Cheshmeh-Ali

Unterhalb der Burg das Quellbecken Cheshmeh Ali
(„Frühling von Ali"). In der Vergangenheit wurden dort die Teppiche gewaschen; das Quellwasser soll den Teppichen eine volle frische Farbe verliehen haben. Heute ist es ein beliebtes Planschbecken.






Schah-Abdol-Azim-Schrein

Die Stätte besteht aus einem Haupt-Portal mit Zugang zu verschiedenen Höfen und einer Moschee. Die Vergoldung der Kuppel erfolgte 1835 in der Zeit der Qadjaren auf Anweisung von Nasreddin Shah. Mehrere islamische Persönlichkeiten sind dort begraben, darunter auch der in dieser Stätte ermordete Nasreddin Schah.

Von weithin sichtbar die Kuppeln der Moschee.












Die Frauen im Shador zum Eingang nach links, die Männer nach rechts!



























Astane-ye Shah Abdol-Azim






Eine der wichtigsten Pilgerstätten Irans. Abd ol-Azim war ein Nachfahre des 2. Imams Hasan ibn Ali, des Sohnes von Ali ibn Abi Talib, des vierten Kalifen. Er wurde verfolgt, wanderte nach Rey aus und starb dort im 9. Jahrhundert. In seiner Tasche steckte ein Stück Papier, auf dem seine Abstammung als Abdul Adhim, Sohn von Abdillah, Sohn von Ali, Sohn von Husayn, Sohn von Zayd, Sohn von Hasan ibn Ali, beschrieben wurde.

In demselben Komplex benachbart sind die Mausoleen von Imamzadeh Taher (Sohn des vierten Shia Imam Sajjad) und Imamzadeh Hamzeh (Bruder des achten Zwölfer Imam – Imam Reza).


































Tugrul Tower


Unter dem 20 Meter hohen Backsteinturm liegt das Grab des 1063 in Rey verstorbenen seldschukischen Herrschers Tugrul Beg. Tugrul Beg (990–1063) gründete das seldschukische Sultanat, nachdem er den Iran erobert und die abbasidische Hauptstadt Bagdad 1055 aus der Buyid-Dynastie zurückerobert hatte. Wie andere Denkmäler seiner Zeit wurde er ursprünglich von einer konischen Kuppel bedeckt. Sie stürzte während eines Erdbebens ein. Die Wandstärke variiert zwischen 1,75 und 2,75 Metern. Der innere und der äußere Durchmesser betragen 11 bzw. 16 Meter. Die äußere Form ist die eines Polygons mit 24 Winkeln, von dem angenommen wird, dass sie zur Stabilität der Struktur gegen Erschütterungen beiträgt. Sie ist in 24 Abschnitte unterteilt, die neben ihrer Schönheit und Haltbarkeit eine 24-Stunden-Zeitspanne (Tag und Nacht) symbolisieren. Der Turm dient auch als Sonnenuhr und zeigt die Uhrzeit bis auf eine viertel Stunde genau an.






Der Eingang des Turms mit dekorativen Ziegeln gleicht den Mündern eines wütenden knurrenden Löwen, der sein Territorium schützt.








Innen können wir die erstaunliche Akustik bewundern.







Die Löcher in den inneren Wänden dienten ursprünglich zum Bau des oberen Teils des Turms und werden heute von den Tauben genutzt.


Das Grab eines Dichters. Der Name auf dem Grab ist in Kunstschrift geschrieben. Wir können ihn nicht lesen.


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Freitag, 15. November 2019
(14) Neues aus Iran
Im September 2019 unternehmen wir einen Trip nach Nordwesten - Rasht, Masuleh, Rudkhan, Bandar-Anzali, Ramsar



(am Ende mit den Kräften nach dem Auf- und Abstieg zum Rudkhan-Castle)

Rasht

Rasht ist die größte Stadt an der iranischen Küste des Kaspischen Meeres. Es ist ein wichtiges Handelszentrum zwischen Kaukasien, Russland und dem Iran, das den Hafen von Bandar-e Anzali nutzt. Rasht ist auch ein wichtiges Touristenzentrum mit dem Ferienort Masouleh in den angrenzenden Bergen und den Stränden vom Kaspischen Meer. Historisch gesehen war Rasht ein wichtiges Transport- und Geschäftszentrum, das den Iran mit Russland und Europa verband und aus diesem Grund als 'Tor Europas' bekannt wurde. Die Stadt hat eine Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht, aber ihre moderne Geschichte reicht bis in die Zeit der Safawiden zurück, als Rasht ein bedeutendes Seidenhandelszentrum mit zahlreichen Textilwerkstätten war. Rasht wurde 682 n.Chr. erstmals urkundlich erwähnt, es hat die Sassanidenzeit, die Armeen von Peter dem Großen und späteren russischen Herrschern sowie den britischen Kolonialismus erlebt. Rasht hat ein mediterranes Klima mit warmen Sommern und kühlen Wintern, das zu den nassesten im Iran zählt.


Flughafen




Unser Hotel







Die Terrasse des Restaurants












Empfangshalle




Frühstücksraum






Das Grab von Mirza Kuchak Khan

Mirza Kuchak Khan (1880 - 2. Dezember 1921) wird in neuerer Zeit vom Iran als Nationalheld des frühen 20. Jahrhunderts gefeiert. Er war Gründer einer revolutionären Bewegung in den Wäldern von Gilan im Nordiran, die als Waldbewegung (Jangali) bekannt wurde. Er organisierte den Widerstand gegen die Besetzung des Nordens durch zaristische Truppen, die von den qajarischen Herrschern gegen die revolutionäre Strömung zu Hilfe gerufen worden waren. Nach Angriffen auf die russischen Truppen zogen sich die Jangalis in die unzugänglichen Wälder zurück. Nach Ausbruch der russischen Oktoberrevolution und Abzug der zaristischen Truppen ließ er mit Unterstützung der Bolschewiken am 5. Juni 1920 die unabhängige Iranische Sowjetrepublik Gilan ausrufen. Persische Regierungstruppen unter Reza Khan beseitigten sie im November 1921. Mirza Kuchak Khan wurde getötet. Sein Haupt wurde als Beweis seines Todes in Teheran zur Schau gestellt. Mirza Kuchak Khan war Patriot mit panislamischer und sozialistischer Grundeinstellung. Die islamische Republik entsann sich seiner nach hundert Jahren und würdigte ihn als Nationalhelden, der einen Märtyrertod starb. Er habe die Jangalis organisiert, "um gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit vorzugehen" und die Fremden aus dem Land zu vertreiben, ihren Einfluss zu beenden und Sicherheit und soziale Gerechtigkeit im Land herzustellen. Verschwörungen und Komplotts der Russen und Engländer sowie der Verrat von Handlangern im Land hätten dazu geführt, dass dieser Kampf mit dem Märtyrertod von Mirza Kutschak Chan Dschangali 1921 endete und damit auch die Wald-Bewegung ein Ende fand. Die eigene Rolle Teherans bleibt bei dieser Betrachtung außer acht.
Eines der Hauptdenkmäler von Rasht ist das Mausoleum von Mirza Kuchak Khan.




Wegen des bevorstehenden Feiertages - Ashura - herrscht viel Betrieb.



















Vorbereitungen für den Umzug am Feiertag.




Vom Mausoleum geht es weiter zum ehemaligen Wohnhaus von Mitza Kuchak Khan, heute ein Museum.



Mirza Kuchak Khan House




Das alte Haus wurde von Mirza Kuchak Khan bewohnt und dient heute teilweise als Museum.






Büste von Mirza Kuchak Khan im Garten des Museums.





Auf dem Tisch liegt das Haupt von Mirza Kuchak Khan, das in Teheran zur Schau gestellt wurde.







Danaye Ali Shrine



Danaye Ali (gest. 1840) war ein Mystiker, der den Höchsten Namen Gottes kannte und mit Allgegenwart und mit (toayy-al ʿarż) begabt war. Ursprünglich war er Arbeiter in einem Herrenhaus in Rasht. Der Sage nach hatte er die Fähigkeit, sich in Zeit und Raum zu bewegen und nach Kerbala und anderen heiligen Orten zu gehen, die für andere verborgen waren. Dort habe ihn jemand um Geld gebeten. Ali half ihm aus, bat ihn jedoch, niemandem von seiner Anwesenheit in dieser anderen Stadt zu erzählen. Zurück in seiner Heimatstadt, sah der Mann, dass Ali von seinem Meister ausgepeitscht wurde. Entgegen der Bitte von Danaye Ali, erzählte dieser dem Meister und dem Volk von der übernatürlichen Kraft Als. Nachdem Ali so betrogen worden war, hatte er keine andere Wahl, als Gott um den Tod zu bitten. Später wurde ihm ein Schrein gewidmet.








Auf der Suche nach einem historischen Haus, dem Avanesian House, werden wir von diversen Personen angesprochen, ob wir Hilfe brauchen. Wir stehen vor dem Haus der Kultur, hinter dem das Haus stehen soll. Das Haus der Kultur ist jedoch geschlossen. Doch niemand kennt das Avanesian-House. Am nächsten Nachmittag gehen wir dort noch einmal hin und melden uns beim Pförtner. Nach einem langen Telefonat erklärt er uns, dass das Haus geschlossen sei. Wir sollten morgen wiederkommen. Da wir jedoch dann abgereist sind, führt er ein weiteres Telefonat und teilt uns mit, dass das Haus renoviert werde und deshalb nicht besichtigt werden könne!!! In Kommentaren auf der Seite von Lonely Planet äußern sich lokale Guides, dass das Haus schon länger renoviert werde und angeblich einer staatlichen Behörde gehört. Dabei handelt es sich wohl um ein Forschungsinstitut der Pasdaran (Revolutionsgarde).

In der Nähe befindet sich ein Lokal, das im Reiseführer als schickes Restaurant beschrieben wird, in dem man wunderbar gilakische Speisen probieren könne, besonders Fisch. Vor dem Lokal haben wir Zweifel, ob das der richtige Eingang ist. Er ist es. Die Atmosphäre ist sehr familiär. Man kennt sich. Wir möchten richtig schön speisen, speziell gilakische Speisen. Unsere Vermieterin stammt aus Rasht und schwärmt von der gilakischen Küche. Wir bestellen nur Speisen, die uns 'exotisch' vorkommen, Zeitoun-e Parvardeh, Oliven in Granatapfelsaft eingelegt mit geraspelten Walnüssen, Mast-e Khiar (Joghurt mit Gurkenstückchen), Torshi Sir (eingelegter Knoblauch), Kaviar und Sardellen.
Wir bitten darum, die Vorspeisen zuerst zu bringen und dann erst die Hauptspeise. Es kam alles auf einmal, die Vorspeisen in Plastikdöschen aus dem Kühlschrank, für das (alkoholfreie!) Bier gibt es Pappbecher.
Selbst auf den Hinweis hin, dass zuerst die Vorspeisen gebracht werden sollen und dann erst die Hauptspeise, kommt alles zusammen. Es passt kaum auf den Tisch. Die Vorspeisen werden in Fertigpackungen gereicht. Die Bierdose wird auf den Tisch gestellt. Wenn einzelne Speisen auch geschmeckt haben, abgerundet war das Essen nicht.




Wir setzen unseren Bummel fort zum Shohada-Platz und werden wieder angesprochen, ohne dass wir etwa einen Rat suchenden Eindruck vermittelt hätten von einem Guide, der sich über die iranischen Frauen beklagt - sie dächten nur an Geld und ihre Schönheit und ließen sich alles Mögliche deswegen operieren. Nein, er wolle nach Deutschland. Dort lebten auch zwei seiner Schwestern. Er ist auch Musiker, 'Arier wie wir', mit verschiedenen Jobs, Handwerker, Literat und arbeitslos.




Der Shohada-Platz

Die Straßen rund um den Shohada-Platz wurden für den Autoverkehr gesperrt und eine großzügige Fußgängerzone eingerichtet. Der Platz ist ein beliebter Treffpunkt. Am Westende des Shohada-Platzes steht das weißgetünchte zweistöckige Rathaus im europäischen Stil des frühen 20. Jahrhunderts mit Uhrturm. Am Rathaus ist aus Anlass des Feiertages eine Bühne aufgestellt.






Vor ihr haben sich Menschen am Rand eines Wasserbeckens niedergelassen und lauschen den Rezitationen und den Klängen der Musik.





Auf dem Platz herrscht ansonsten reges Treiben.











Martyrs Zahab Statue

Etwas Spezielles über diese Statue in Rasht haben wir nirgends gefunden. Auf der Suche nach Zahab stießen wir auf die Stadt Sarpol-e Zahab in der Provinz Kermānschāh in der Nähe der Grenze zum Irak. Sie ist mehrheitlich von Kurden bewohnt und war eines der Hauptziele feindlicher Angriffe im Iran-/Irakkrieg. Auch in anderen Städten wurden Zahab-Denkmäler errichtet. So scheint die Statue ein Ehrenmal zu sein für die 'Märtyrer des Krieges'. Daher auch die Flügel an den Seiten.




Schlange stehen zum Fotografieren...




...und das ist das Motiv - die Reiterstatue Mirza Kuchak Khan.

Seit 2001 steht vor dem Rathaus eine eindrucksvolle Statue des General des Waldes. Zu dessen Füßen spielt die Gemeindeband zu besonderen Anlässen die Nationalhymne.



Auf der Suche nach einer Pizzeria helfen uns die beiden Studenten und begleiten uns dahin. Angekommen am Ziel, laden wir sie ein. Sie diskutieren hin und her. Uns geht das etwas zu lang. Wir gehen rein und stellen ihnen anheim, uns zu folgen. Sie zögern und diskutieren und kommen dann doch rein (gut für uns, denn die Speisekarte ist nur auf Farsi). Ein interessanter aufschlussreicher Abend über ihr Familien-und Studentenleben. Für die beiden war es das erste Mal, dass sie sich mit Ausländern unterhalten.




Am nächsten Tag helfen uns wiederum zwei Schüler auf der Suche nach einem bestimmten Café. Das jedoch ist geschlossen. Da sie ohnehin auf dem Weg zu einem Sprachinstitut sind, in dem sie Deutsch lernen, führen sie uns zu einem Café über dem Sprachinstitut und freuen sich über die Sprachpraxis. Hier lernen wir den Begriff 'Tourist hunting' kennen - das gezielte Ansprechen von Touristen, um mit ihnen zu sprechen.







Der Blick vom Café auf den Park.





Der Basar

Der Rasht-Basar stammt aus der Zeit der Safawiden (1501–1736). Im Gegensatz zu ähnlichen traditionellen Basaren ist er nicht überdacht und hat keine Deckenhauben oder Lichtschächte. Der Basar hat im Laufe der Jahre sein traditionelles Aussehen bewahrt und ist immer noch ein Ort, an dem landwirtschaftliche Produkte, verschiedene Fische, lokale Lebensmittel und Kunsthandwerk verkauft werden.

















Das Torabi-House ist leider nicht zu besichtigen. Es wird renoviert.




Holy Shrine of Fatemeh Okhra

Das Imamzadeh wird renoviert. Für die angemessene Kleidung der Frau wird liebevoll gesorgt.
















Der Schrein auf der Frauenseite...




...und auf Männerseite.




Safi-Moschee

Safi-Moschee aus dem 15. Jahrhundert, wird dem ältesten Sohn des Safawiden Shah Abbas, Safi Mirza, zugeschrieben. Als Bau aus der Safawidenzeit zählt es zu den schönsten Sakralbauten in Rascht mit schönem Stuck-und Fliesenschmuck. Dort gaben am Donnerstagabend die Gläubigen Botschaften und Opfergaben an den verborgenen Imam.






Mausoleum der Schwester des Imam

Das 'Mausoleum der Schwester des Imam' (die vierte Schwester von Emam Reza, Faṭema Oḵra) die im Alter von 24 Jahren auf der Flucht vor der "abbasidischen Verfolgung" starb.




Die Ausstattung für Ashura - Geißeln in verschiedenen Gewichten, 300 g, 500 g und 1 Kilo.




Eine Straße nur mit Blumenläden und repräsentativer Dekoration auf der Straße.




Fuman

Fuman liegt 22 km südwestlich von Rasht auf der Strecke nach Masuleh. Der Ort ist bekannt für seine ausgezeichneten Koluche-Kekse mit Hasel- und Walnüssen. Da nehmen wir doch glatt einige mit.










Durch eine fruchtbare Gegend, in der auch Tee und Reis angebaut werden, geht es weiter nach Masuleh.




















Bergdorf Masuleh

Es befindet sich auf 1100 Metern Höhe und besteht vornehmlich aus Lehmziegelhäusern, die sich in Terrassenbauweise einen Gebirgshang hinaufziehen.
Die Gebäude sind in den Berg gebaut und miteinander verbunden.









Gelber Ton bedeckt das Äußere der meisten Gebäude in Masuleh. Dies ermöglicht eine bessere Sichtbarkeit im Nebel. Durch die einheitliche Bauweise mit dem ockerfarbenen Verputz ergibt dies in Einklang mit der Gebirgslandschaft ein attraktives Gesamtbild.




Da die Häuser in der Regel mit Flachdächern ausgestattet sind, dienen diese oft als Gehwege für die darüber liegenden Häuser. Masuleh erlaubt keine Kraftfahrzeuge. Allerdings würden die kleinen Straßen und vielen Treppen dies eh nicht möglich machen.














Holzschnitzereien an Türen und Fenstern




















Was zu zahlen ist, ist kein Eintritt, sondern eine Spende.




Straßenbilder










Rudkhan-Festung

Rudkhan-Festung (Qaleh-ye Rudkhan) von Rasht aus 49 km, 1 h 15 auf einem Bergrücken zwischen 600 und 700 m. Die Wehrmauern von 1,5 km Länge ziehen sich über zwei Erhebungen des Bergrückens. Es gibt zwei Toranlagen, verschiedene Gebäude, große Festungstürme und über 40 Wachtürme, eine Zisterne und viele Treppen. Das Baumaterial waren gebrannte Ziegel und Steine. Der Erhaltungszustand dieser beeindruckenden Anlage ist verhältnismäßig gut. Sie war im 12. und 13. Jahrhundert in den Händen der Ismailis und wurde nie eingenommen. Nach dem Abzug der Ismailis wurde sie von lokalen gilakischen Fürsten weiter benutzt und renoviert.
Die eindrucksvolle Festung Qal´eh Rudkhan aus Seldschukischer Zeit diente der Verteidigung eines steilen bewaldeten Kamms im Elburs Gebirge rund 50 km von Rasht – ein schöner Tagesausflug, besonders in Kombination mit dem nahe gelegenen Masuleh.






Das Geheimnis der Bambusstöcke









Von einer von oben herunterkommenden Frau bekommen wir einen Bambusstock angeboten, der sich als sehr hilfreich erweist.




Eintausend Stufen bis zum Ziel - Stände mit Nahrungsmitteln und Getränken säumen den Aufstieg.




Auch für Kühlung ist gesorgt.






Eintausend Schritte zum Tor...




...und noch immer kein Ende.
























Und zurück...













Bandar Anzali

Das 40 km von Rasht entfernte Bandar Anzali ist die bedeutendste iranische Hafenstadt am kaspischen Meer. Hier ist der Sitz der Fischereibehörde Shilat, die auch für die Kontrolle über den Störfang und die Kaviar-Gewinnung zuständig ist. Die Gebäude im Zentrum und um den Hafen herum Zeugen mit ihren russischen Architekturelementen von der Vergangenheit der Stadt als iranisch- russisches Handelszentrum seit Beginn des 19. Jahrhunderts.

Auf der linken Seite der Straße ist in der Ferne ein bunkerähnliches Gebäude zu sehen. Das macht uns neugierig und wir machen einen kleinen Umweg.








Es entpuppt sich als ein ehemaliges Hamam (Badehaus) , das heute als Teehaus genutzt wird.




Der zentrale Platz Meydan-e Imam

Vom zentralen Meydan-e Imam, an dem auch der rote Ziegelbau des alten Bastani-Golsang-Hotels steht, sind die meisten Sehenswürdigkeiten nicht weit entfernt
















Zeitungsnachrichten des Tages





„Zukünftige Soldaten“



Titelschlagzeile:

„Unbegrenzte Entwicklung der Kerntechnik.“

„Europa hat einen weiteren Tag vor sich, um seinen Verpflichtungen
nachzukommen.“

„Hosseini Säuglingskonferenz im Iran und 45 Ländern“




Wir suchen zu unserer Orientierung den Leuchtturm. Vorbei am Hotel Iran gelangen wir zur Rückseite des Rathauses.






Dieser nette Herr hilft uns bei der Orientierung. Er war schon in Deutschland. Er geht mit uns zum Rathaus und besorgt uns dort einen Stadtplan.






Er entschuldigt sich gleich dafür, dass es ihn nur auf Farsi gibt.







Und auf geht´s






Ein kurzer Blick auf die Uferpromenade: kein Leuchtturm zu sehen.




hier auch nicht.




Da kommt Gott sei Dank der gute Geist vom Rathaus.




Nördlich, in 150 m Entfernung, steht der alte Leuchtturm vom Anfang des 19. Jahrhunderts, den heute statt das Leuchtfeuer eine Uhr ziert. Ist nicht weit entfernt. Wir haben ihn glatt übersehen.












Der Fischmarkt

Werktäglich findet der Fischmarkt statt, der am Südende des Maydan-e Imam beginnt und sich im Bogen bis zur nahen Anzali–Eisenbrücke hinzieht. Dieser Fischmarkt ist mit seinem Angebot an Süßwasserfischen wie Hecht, Zander und Karpfen aus der Lagune und verschiedenen Meeresfischen der ursprünglichste Basar dieser Art im Iran. Typisch sind seine Stände mit geräuchertem Fisch, dem Mahi Dudi. Aufgelockert wird er durch eine Anzahl von Obst und Gemüsegeschäften.


































Die Fähre








Stärkung am Mittag








Der Hafen

Der Hafen liegt am Ausgang der etwa 30 km langen Mordab-Lagune, die ursprünglich eine Bucht war und im 15. Jahrhundert endgültig durch Sandbänke vom offenen Meer abgetrennt wurde.






Die Uferpromenade

Von dort aus sieht man die lang gezogene Promenaden des Uferparks am Hafenbecken. Dazu gehört auch ein runder Musikpavillon mit Säulen, der südlich des Rathauses an der Promenade steht.




Die Wand mit den 'Märtyrern'










Und hier die 'Märtyrer' der Marine




Die Büsten von namenlosen Männern.




Lahijan

Die Universitätsstadt Lahijan zählt etwa 94.000 Einwohner. Wegen seiner vielen Teeplantagen gilt Lahijan als die Stadt 'des grünen Teppichs'.


Akbariyeh-Moschee

Eine Moschee aus der Qajar-Zeit mit einem zweistöckigen achteckigen Turm.






Das weiße Pferd Mohammads




Mausoleum Chahar Padshahan

Chahar Padshahan besteht aus zwei Gebäuden. Das eine ist neuer und ähnelt mit seinen blauen Keramikfliesen denen typischer Moscheen im Iran.



Das kürzere Gebäude auf der linken Seite ist älter und entspricht eher dem Gilani-Stil, Holzkonstruktion, weiße Gipswände, Lehmdachziegel und hier und da ein altes Caféhaus mit Gemälden.
Hier sind vier Fürsten einer örtlichen Dynasty des 13. bis 14. Jahrhunderts bestattet, von denen zwei die Herrscher von Biehpish waren. Sie stammten aus der Kiyaei-Dynastie, Herrscher eines verlorenen Königreichs, das Lahijan als historische Hauptstadt hatte.
Das Gebäude wird durch Holzschnittsarbeiten an Türen und Sarkophagen sowie Malereien an den Außenwänden verziert, die das Martyrium von Abu Fazl Abbas darstellen, der für den dürstenden Hosseyn und seine Anhänger bei Kerbela Wasser holte.



Die Holztüren der Moschee mit kunstvollen Schnitzarbeiten sind in Tehran im Nationalmuseum zu sehen.

'Hello, where are you from?' - Er war auch Lehrer, Sportlehrer, und ist nun pensioniert.














Der Sardar-e Jangal-Platz mit Festdekoration










Godshan-Badehaus

An demselben Platz befindet sich auch das traditionelle Badehaus, das lange Zeit außer Betrieb war und nun restauriert wird.












Teemuseum

Die Ausfuhr von Teesetzlingen aus Inden war verboten.
Wie kam der Tee aus Indien nach Persien?

In Lahijan lebte auch Kashef as-Soltan, der durch Einschmuggeln von Teesätzlingen um 1900 als Begründer des iranischen Teeanbaus gilt. Der Iran scheiterte 1882 bei seinem ersten Versuch, mit Samen aus Indien Tee im eigenen Land anzubauen. 1899 importierte der in Lahijan geborene Prinz Mohammad Mirza, bekannt als "Kashef Al Saltaneh", indischen Tee und begann seinen Anbau in Lahijan. Kashef, der der erste Bürgermeister von Teheran und iranischer Botschafter in Indien unter britischer Herrschaft war, wusste, dass die Briten ihm nicht erlauben würden, die Geheimnisse der Teeproduktion kennenzulernen, da dies zu dieser Zeit das größte Geschäft in Indien war. Da der Prinz fließend Französisch sprach, gab er sich als französischer Arbeiter aus und begann in den Teeplantagen und Fabriken zu arbeiten, um zu lernen, wie man Tee herstellt. Letztendlich war es sein Plan, einige Proben dieses Tees zum Anbau in den Iran zurückzuholen. Er war in diesem Bestreben nur wegen seiner diplomatischen Immunität erfolgreich, die die Briten davon abhielt, seine heimlich aufbewahrte Probe zu durchsuchen. Zu dieser Zeit brachte Kashef 3000 Setzlinge aus dem nördlichen Teil Indiens, Kangra, in sein Land. Er begann den Anbau in der Region Gilan südlich des Kaspischen Meeres. Das Klima dort war gut für den Teeanbau geeignet, und die Teeindustrie expandierte schnell in den Regionen Gilan und Mazandaran. Kashefs Mausoleum in Lahijan ist heute Teil des „Nationalen Teemuseums Irans“.






Das Grab von Kashef Al Saltaneh




Das Gewölbe des Mausoleums.






Gleich neben dem Museum gibt es auch den hervorragenden Lahijan-Tee.




Lahijan-See


Am Stadtrand von Lahijan liegt der Lahijan-See (Estachreh Lahidschan).




Von hier aus führt ein Weg vorbei an einem Wasserfall zum Scheitan Kuh, den Teufels- oder Satansberg




Sheitan Kuh




Blick vom Scheitan Kuh (Teufels- oder Satansberg) auf Lahijan.

Im Vordergrund der rote Turm, das Tee-Museum. Am Horizont das Kaspische Meer.












Mausoleum Scheikh Zayed Gilani

Am Stadtrand, wenige Kilometer östlich weiter auf der Straße nach Langerud und weiter nach Ramsar in Sheikhanvar liegt das Mausoleum des Sufi Mystikers Taj al-Din Ebrahim ibn Rushan Amir al-Kurdi al-Sanjani (1216–1301) – mit dem Titel Sheikh Zayed Gilani (1236 – 1301) mit seinem ungewöhnlichen blauen pyramidenförmigen Dach aus dem 15. Jahrhundert. Er war ein Großmeister des berühmten Zaheddiyeh Sufi-Ordens in Lahijan. Sein Grab zieht zahlreiche Pilger in das Dorf. Seine Vorfahren stammten aus der alten iranischen Stadt Sanjan in Khorosan (im heutigen Turkmenistan). Auf der Flucht vor der Invasion der Seldschuken ließen sich seine Vorfahren Ende des 11. Jahrhunderts in Gilan nieder.




























Granatapfel - allerdings noch nicht reif.




Sarvelat, Urlaubsort im Gebirge

Neun Kilometer vor Ramsar, vor dem Flussbett des Chalakrud-Flusses, führt eine schmale asphaltierte Straße hinauf zu den idyllischen Elburz-Hochtälern und zu dem Ausflugsort Sarvelat.














Wir nehmen etwas zu uns und genießen den Ausblick auf das kaspische Meer.








Ramsar - Azadi Grand Hotel

Hier wurde 1971 die Ramsar-Konvention zum Schutz von Feuchtgebieten unterschrieben, eines der bedeutendsten frühen internationalen Abkommen für Umweltschutz.




Nebenan wurde ein großes modernes Hotel angebaut, das allerdings in die Jahre gekommen ist, unsere Unterkunft.





Blick vom Hotelzimmer auf das Gebirge.




Die Moallem-Promenade (Lehrer-Promenade)




Da steht es!








Der Strandpalast am Ende der Lehrer-Promenade.




Blick von einer Buhne auf Ramsar.







Der Strand








Sommerpalast des Shah


Am Eingang ein Wasserbecken mit Kois.










Das Arbeitszimmer






Das Speisezimmer




Das Herrenzimmer




Rückflug von Ramsar - ein kleiner Flughafen




Der überschaubare Terminal 1




Zur Maschine geht es vom Flughafengebäude aus zu Fuß.




Ein wunderbarer Flug. Das fand auch der Pilot und flog deswegen etwas niedriger und auch ein paar Kurven.



Aus den Wolken ragt der 4500 m hohe Damavand mit seiner Spitze hervor.

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Mittwoch, 13. November 2019
(13) Neues aus Iran
Zanjan – Soltaniyeh – Behestan – Dashkasan – Takht-e Soleyman

Im Trauermonat Muharam (Oktober) gibt es wieder einmal Feiertage. Wir machen uns vom Azadi Busterminal auf nach Zanjan. Er ist einer der größten Terminals des Landes. Die meisten Fahrten in den Westen und Nordwesten des Landes gehen von hier aus. Dort stehen mindestens 50 Busse. Um 8 Uhr geht es los, mit Gottvertrauen.



Unterwegs macht der Bus an einigen Stellen halt und nimmt noch Passagiere auf. Die Route führt uns in westliche Richtung entlang des Elbursgebirges über Karaj und Qazwin. Es herrscht reger Verkehr auf der Autobahn. Nach Qazwin geht es weiter nach Südwesten. Wir entfernen uns vom Elbursgebirge. Draußen haben wir noch um die 30 Grad - Gott sei Dank haben wir unsere Pullover dabei, denn im Bus werden wir tiefgefroren - die Klimaanlage läuft auf vollen Touren. Nach einer vierstündigen Fahrt mit einer Pinkelpause erreichen wir Zanjan gegen 12 Uhr. Mit dem Taxi geht es zum Hotel.







Unsere Bleibe in Zanjan ist ein kleines, historisches Haus - restauriert und sehr familiär - Dadamaan House.











Die Tür zum Badezimmer ist etwas niedrig. Wenn das nur gut geht.










Galerierestaurant, direkt vor unserem Zimmer.





Wir legen unser Gepäck ab und nehmen zum Mittagessen Dizzi, eine Suppe mit Bohnen und Lammfleisch, die am Tisch zerstampft wird.








Nach dem Essen wollen wir uns das Oljeitu-Mausoleum
in Soltanieh anschauen, das 2005 zusammen mit der Stadt Soltanieh von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden ist. Die Rezeption empfiehlt uns, weitere Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, das Mausoleum des Chalebi-Oghlu, das Imamzadeh Molla Hassan Kashi und Dashkasan.


Oljeitu-Mausoleum

Nach einer dreiviertelstündigen Fahrt erreichen wir das Oljeitu-Mausoleum. Man erkennt das aus der Ebene herausragende wuchtige Gebäude schon von weitem an der blauen Kuppel.





Als christliches Kind auf den Namen Nikolas getauft, hing Oljeitu einige Zeit dem Buddhismus an bis er im Jahre 1309 nach einem Besuch in Najaf und Kerbala zum Schiitentum konvertierte und sich den Namen Mohammed Khodabande Oljeitu zulegte. Das heute noch in Großteilen erhaltene Mausoleum entstand zwischen 1302 und 1312. Ob es ursprünglich für Ali ibn Abi Talib (Vetter und Schwiegersohn Mohammeds) und dessen Sohn Hossein bestimmt gewesen sein soll und die Geistlichkeit von Mekka und Medina zur Herausgabe der Gebeine bereit gewesen wäre, darf bezweifelt werden. Zeitgenossen behaupten gar, dass Oljeitu sich zu diesem Zweck zum Oberherren von Mekka und Medina habe machen wollen. Dazu ist es jedenfalls nicht gekommen. Am Ende wurde der Bauherr, der Mongolensultan Oljeitu Chodabande, selbst darin begraben und das Dekor des Grabmals einfacher gestaltet und die bunten Fliesendekorationen teilweise durch Mörtelarbeiten und Wandmalereien überdeckt.




Das Mausoleum befindet sich innerhalb einer Zitadelle, von deren starken Bastionen einige Grundmauern vor dem Betreten des Mausoleumsgeländes zu sehen sind.





Überwölbt wird das achteckige Bauwerk von einer Rundkuppel, die mit einer Höhe von 51 Metern und einem inneren Durchmesser von 25 Metern zu den größten der Welt gehört.





Die gewaltige Höhe kann man innen kaum abschätzen, da der Blick in die Kuppel durch Gerüste behindert ist.





Auf dem wuchtigen Unterbau thronten auf den Eckoberkanten acht Minarette, von denen nur noch die Stummel zu sehen sind.








In die acht Seiten der Innenwände ist jeweils eine Nische mit Durchgang eingefügt.














In der mittleren Etage befindet sich ein überwölbter Rundgang. Kreisförmige Strukturen um Kernmotive sowie florale Muster zieren den Gang ebenso wie viele Inschriften als schöne Beispiele für die verbliebene iranisch-mongolische Kunst.








Die Insignien der Maurer sind in die Ziegelsteine geschlagen.











Blick von der Außengalerie auf die Umgebung.
In der Ferne erkennt man die Kuppel des kleinen Imamzadeh Molla Hassan Kashi.





Das Hammam - Badehaus






Mausoleum des Chalebi-Oghlu





Chalebi-Oghlu war ein Jünger des großen Schulmeisters Mowlama Rumi und soll von Konya (Türkei) aus Reisen in verschiedene Gebiete unternommen und dabei auch längere Zeit in Soltaniyeh verbracht haben. Der 17 Meter hohe achteckige Grabturm vom Anfang des 14. Jahrhunderts hat flache Spitzbogennischen an den Außenwänden und unauffälliges Ziegeldekor. In den sechseckigen Aussparungen der Stirnfelder über den Nischen waren Schmuckfliesen angebracht. Das Gebäude ist das einzige, das außerhalb des Zitadellengeländes von der ehemaligen Stadt Soltaniyeh noch erhalten ist.














Angeschlossen ist ein Sufi-Kloster.















Imamzadeh Molla Hassan Kashi

Von der Außengalerie des Oljeitu-Mausoleums aus gesehen in südlicher Richtung liegt das Imamzadeh Molla Hassan Kashi aus dem 16. Jahrhundert mit seiner attraktiven mit türkisfarbenen Fliesen verzierten Kuppel. Es ist von einem Arkadengang in typisch safawidischem Stil umgeben. Hier soll Molla Hassdan Kashi, ein geistlicher und Poet am Hofe Oljeitus, begraben sein.

















Dash Kasan Tempel

Dash Kasan liegt 70 km südöstlich von Zanjan. Diese Tempelstätte, die ursprünglich möglicherweise schamanischen Ritualen diente, entstand vermutlich in der Zeit um 1290. Ausgerichtet in Nord Süd-Richtung öffnet sich die Anlage zum Tal hin. An ihren Längsseiten von etwa 50 Metern Länge befindet sich je eine Grotte mit einigen islamischen Mihrabs, der je ein Drachenrelief folgt.
Der Tempel wurde von vier chinesischen Handwerkern erbaut.























Sanfte Landschaft in der Abenddämmerung






Auf dem Rückweg in der Dunkelheit passieren wir wieder das Oljeitu-Mausoleum.





Frühstück im Hotel











Vor dem Hotel warten wir auf den Fahrer.





Fahrt durch die engen Gassen. Hoffentlich kommt kein Gegenverkehr.









Fahrt nach Takht-e Soleyman – das dörfliche Iran





Es geht bergauf auf 2000 m Höhe. Den Lastwagen schaffen wir noch vor dem Gegenverkehr.





Der Motorradfahrer kann den vor ihm fahrenden Lastwagen nicht mehr überholen, bleibt ihm aber dicht auf den Fersen.








Eine sanft hügelige fruchtbare Landschaft, in der überwiegend Getreide angebaut wird.








Ein Friedhof








Dorfstraße


















































Dung-und Strohhaufen in den Höfen und auf den Dächern.


















Behestan-Castle

Diese Burg liegt ca. hundert Kilometer westlich von Zanjan. Behestan Castle stammt aus der Sassanidenzeit (226-651 n.Chr.) und wurde bis weit in die islamische Zeit hinein genutzt.





Regen, Wind, Kälte und Hitze der Jahrhunderte haben der Burg stark zugesetzt. Die von Menschenhand geschaffenen Höhlen, heute nur noch eine Ansammlung von hohlen Felspfeilern, gehörten einst zu einer Sassanidischen Festung. Die oberen Teile der Burg dienten Verteidigungszwecken, die unteren Teile zur Aufbewahrung von Lebensmitteln für die Bewohner.

Die Treppe an der West- und Ostseite des Schlosses, die aus dem Südflügel des Bauwerks stammt, kann nicht mehr benutzt werden, da die unteren Ebenen im Laufe der Zeit stark beschädigt wurden. Auf der oberen Ebene des Schlosses befindet sich ein Steinbecken, das mit einem Sarooj-Mörtel (Mischung aus Kalk und Lehm) gebaut wurde.





Die Treppe an der nordwestlichen Seite des Schlosses, einer der am besten erhaltenen Teile dieses Bauwerks, endet in einem Raum mit islamischen Verzierungen, die typisch für Mihrabs (Gebetsnische) in Moscheen sind.





In und um Behestan herum wird Aquakultur betrieben.
Die Fischteiche sind an den Springbrunnen zu entdecken, die das Wasser mit Sauerstoff versorgen.
























Anguran-Mine

Die Anguranmine liegt 120 km westlich von Zanjan (Abbau von Kupfer und Zink im Tagebau).





Der Abraum wird über eine zig Kilometer lange Gondelbahn von der Mine zur weiteren Verarbeitung ins Werk transportiert.














Und wieder Dung-und Strohhaufen in den Höfen und auf den Dächern.












Takht-e Soleiman - Thron des Salomo


Auf dem Parkplatz vor der Anlage mit unserem Fahrer - die Kommunikation läuft über Google Sprachübersetzer.








Mittagspause vor der Besichtigung der Anlage. Wir profitieren von dem, was eine Reisegruppe übrig gelassen hat.











Die Anlage liegt auf einem Travertinhügel in etwa 2200 Meter Höhe und ist von bis zu 3300 Meter hohen Gebirgszügen umgeben. Die in dem einsamen Bergkessel gelegenen, von 1500 Jahren alten und 1100 m langen Mauer umringten Ruinen zählen zu den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten in Westiran. Sie sind ebenfalls UNESCO Weltkulturerbe. Der Gebäudekomplex ist im 6. Jh. z.Zt. der Herrschaft der Sassaniden erbaut worden. Was heute von der Anlage noch zu sehen ist, ist allein schon eine Sensation, wenn man die Fotos vom Zustand der Anlage vor der Ausgrabung kennt, hinzu kommen das schiere Alter der Anlage und die großartige Lage.




Taght-e Soleyman vor der Ausgrabung im Jahre 1937




In der Mitte der Anlage liegt ein klarer und warmer Quellsee.


Im 3. Jh. war der Zoroastrismus die Staatsreligion des sassanidischen Persiens. Die hauptsächlich aus dem 6. Jh. stammende Anlage, die damals Azergoshnasb hieß, war ihr spirituelles Zentrum. Die Anhänger des Zoroastrismus verehrten die vier Elemente des Lebens, Feuer, Wasser, Luft und Erde. Alles war an diesem Ort zu finden. Aus dem schönen Quellsee steigt pro Sekunde 90 l calciumbicarbonathaltiges, untrinkbares, giftiges Wasser mit einer konstanten Temperatur von etwa 21° C auf, das durch den Tempel der Anahita geleitet wurde. Ein natürliches vulkanisches Gas, das durch Keramikrohre in den ateshkadeh (Feuertempel) geführt wurde, nährte dort eine ewige Flamme. Das Feuerheiligtum befand sich nördlich des Sees und bildete das Zentrum der Anlage.


Das Südportal




Hier befand sich der Süd-Iwan





Die See-Arkade

Westlich am See entlang nach Norden lagen die See-Arkaden mit einem Säulengang. Die Arkade besteht aus einer Rückwand, die regelmäßig Öffnungen aufweist, und einer Reihe quadratischer Pfeiler. Dahinter befand sich eine Reihe von Gebäuden, die als Wohnhäuser für Herrscherfrauen, Höflinge und Wachen dienten.










Das Dodecagon











Die Vier-Säulen-Halle

Auffallend ist ein Gebäude aus Feldsteinen von 20,5 x 20,5 Metern Grundfläche, das wahrscheinlich aus dem 12. Jahrhundert stammt, in dem jetzt das Museum untergebracht ist. Es enthält Säulenfüße und Säulenschäfte von vier Säulen (daher der Name) aus rotem Sandstein. Der Boden war mit Sandsteinplatten gepflastert. Die Türpfosten waren mit Sandsteinblöcken verziert, die mit geknoteten Bändern verziert waren, oder mit vierblättrigen Blüten. Die Meinungen über die ursprüngliche Funktion dieses Gebäudes reichen von einer Versammlungshalle, zu einer Residenz, einem Rathaus bis zu einem buddhistischen Tempel.





Gasrohre aus islamischer Zeit.





Teile des Ornaments aus dem 12.- bis 13. Jahrhundert.








Feueraltar und Gasrohre





Die westliche See-Arkade endet am West-Iwan.





Der West-Iwan

Der sog. westliche Iwan war eine große, auf drei Seiten geschlossene, überwölbte Halle, bei der es sich wahrscheinlich um den Thronsaal der sassanidischen Könige handelt. Ab dem 15. Jh. wurde die Anlage verlassen und der stetige Verfall begann. Der Verfall war bis in das frühe 20. Jh. ungebremst und führte zum Einsturz der südlichen Wand des Iwans zwischen 1937 und 1959. Die auffallenden Pfeiler- und Mauerreste stammen von der nördlichen Wand des Ilkhanidischen Hauptsaals. Die gravierenden Bauschäden an der verbleibenden Nordwand führten dazu, dass sie mit einem Stützgerüst gesichert werden musste.




Der Ivan wurde über den Fundamenten des sassanidischen westlichen Ivan-Komplexes errichtet und war mit einer Kuppel überwölbt. Jede Wand hatte drei Nischen mit Muqarnas (Halbkuppeln). Der Ivan war mit sechszackigen, sechseckigen und doppelten fünfeckigen Kacheln sowie bemaltem Stuck verziert.

An der Westseite befinden sich zwei Oktagone.







Das nördliche Oktagon





Das nördliche Oktagon enthält eine Nische von 3 m Tiefe auf jeder Seite des Achtecks. Die Nischen waren mit bemaltem Stuck und Fliesen mit Reliefs von Drachen- und Phönixfiguren sowie pflanzlichen Ornamenten bedeckt. Der zentrale Raum war mit einer Kuppel überwölbt. Das Oktagon könnte als privater Speisesaal gedient haben.





Aussicht aus dem Nord-Oktagon auf den Vulkankegel Zendan-e Soleyman





Das südliche Oktagon





Das südliche Achteck hat auch Bänke an den Wänden und in den Nischen, eine an jeder Seite des Achtecks, aber der Innenraum ist anders angeordnet als der des nördlichen Achtecks. Die Nischen scheinen unabhängige Räume gewesen zu sein, die möglicherweise als Schlafzimmer gedient haben.

Gewölbe rechts und links vom West-Iwan - auf beiden Seiten des Iwans befinden sich Gewölbe.





Der sassanidische Gewölbegang an der Südseite (rechts des West-Iwans) wird als Verbindung aus dem Palastbereich zur Seerandbebauung gedeutet.


Das linke Gewölbe








Rechts neben dem Gewölbe ist das nördliche Oktagon zu sehen.





Nordwestlich der Wand des Nord-Iwans erstreckt sich das Gelände mit den Heiligtümern.








Der Tempelkomplex bestand aus zwei Tempelanlagen, einem größeren öffentlichen Tempelbezirk im Osten und einem kleineren, welcher der Königsfamilie vorbehalten war, im Westen. Letzterer grenzte im Südwesten an den Königspalast.





Königliche Tempelanlage

Der eigentliche Tempel bestand aus einer geraden Abfolge von zwei dreiflügeligen Säulenhallen, die erste mit rechteckigen, die zweite mit runden Säulen (4) aus Stein und gebrannten Ziegeln, aus Vorräumen und einem kreuzförmigen, gewölbten Keller, in dem der untere Teil eines Feueraltars erhalten ist.










Links davon schloss sich ein großer kreuzförmiger Saal mit zentraler Kuppel an. Die südlich angrenzenden Räume, ein Speisesaal und drei Toilettenräume lassen darauf schließen, dass der Saal für Festlichkeiten mit Banketten verwendet wurde.

Der Speisesaal




Haupttempel

Durch einen Nord-Süd verlaufenden Korridor war das königliche Heiligtum vom öffentlichen Heiligtum im Osten getrennt. Der Zugang erfolgte durch den Nord-Iwan, der gleichzeitig als Süd-Iwan des nördlich sich anschließenden Hauptfeuertempels fungierte. Die Ausstattung dieses Iwans soll prachtvoll gewesen sein. Die Auskleidung des Bogens als Himmelsfirmament und monumentaler Darstellungen von Sonne, Mond und Planeten mit den Tierkreiszeichen verliehen ihm eine kosmische Dimension. Der Legende nach gab es einen kostbaren beweglichen Thron, der möglicherweise auf dem vor dem linken Pfeiler des Iwans befindlichen vier Meter breiten, steinernen Podium gestanden haben könnte.




Podium

Vor dem Heiligtum steht ein Podium (4 x 3,5 m) aus perfekt polierten Steinblöcken mit einer kleinen Treppe. Wahrscheinlich trug sie einen Freiluftthron.





Unmittelbar hinter dem Nordiwan stand der Feuertempel, ein Vier-Gewölbe-Bau oder Chahartaq, wo das ewige Feuer verehrt wurde.


Adur Gushnasp Feuer-Tempel








Nördlich schloss sich ein kleinerer Iwan an, der zu einem großen Arkadenhof überleitete. Dieser diente vermutlich als Versammlungsplatz für die Pilger, die an der Verehrung des Feuers teilnehmen konnten. Auf dem Weg zum Nordtor fand man seitlich in den Vorhöfen Unterkünfte, Toiletten, Votivgaben und Tonbullen.








Das Nordtor






Ateshkadeh

Östlich des Hauptfeuertempels befanden sich das Atashkadeh, ein kleinerer Kreuzkuppelraum, als Lager von Feuerholz für zeremonielle Zwecke, und Schatzräume.





Ein Tempel, der Anahita zugeschrieben wird, der Göttin des Wassers. In diesem Tempel wurde Wasser geweiht. Um sich Anahita gewogen zu machen, wurden in Kriegszeiten wertvolle und kostbare Votivgegenstände in den See geworfen.


Das nördliche Portico












Der Ost-Iwan








Ein Überlauf des Sees.









Der Zendan-e Soleyman





Der Zendan-e Soleyman (Gefängnis des Salomon), 3 km westlich von Takht-e Soleyman, ist ein aus Sinterablagerungen gebildeter Bergkegel von etwa 100 Metern Höhe. In ihm befindet sich ein 80 m tiefer Krater von etwa 65 Metern Durchmesser, der einstmals mit Wasser gefüllt war. Hier stand in mannäischer Zeit (830- 650 v.Chr.) ein Heiligtum, dessen Mauerreste sich ringförmig um den Krater ziehen.

Der Zendan-e Soleyman war vermutlich ein heiliger Ort, bevor er nach Takht-e Soleyman verlegt wurde. Es ist nicht klar, wann genau das Gelände verlassen wurde.

Wie Takht-e Soleyman hat auch dieser Bergkomplex seinen Namen vom biblischen König, der der Legende nach hier Dämonen einsperrte.




















Das Foto in die schwindelerregende Tiefe konnte nur mit äußerster Überwindung vom Kraterrand gemacht werden.











Ein Blick in die sanfte Landschaft.






Zurück in Zanjan.

Die beeindruckende moderne elegante Brücke als Kontrapunkt zu der Hosseinieh Azam Zanjan-Moschee mit der goldenen Kuppel. Hier finden jährlich am 8. Muharram (einer der vier heiligen Monate, in denen keine Kriege geführt werden dürfen - Ashura) eine Trauerprozession mit etwa 200000 Teilnehmern statt.





Auf der Suche nach einer bestimmten Pizzeria - danach ist uns heute zumute -, fragen uns die beiden Studenten, ob sie uns helfen können. Sie können und führen uns zu besagtem Lokal. Sie kommen gerade aus ihrem Englisch-Kurs und freuen sich über die Praxis mit uns. Wir laden sie ein, sie sind sich aber nicht schlüssig, ob sie das annehmen wollen. Wir stellen ihnen anheim und gehen rein. Nachdem sie das ausdiskutiert haben, kommen sie dann doch rein, wollen aber selbst bezahlen. Kommt jedoch nicht in Frage. Wir verbringen mit ihnen einen netten Abend. Es ist für sie das erste Mal, dass sie mit Ausländern zusammen sind. Wir sind froh, dass sie bei uns sind. Ohne sie wären wir aufgeschmissen gewesen. Es gibt zwar eine lange Pizzakarte, aber nur auf Farsi und die Bedienungen können kein Englisch.









Zanjan - Basar


Ein feiner übersichtlicher Basar mit einer Karawanserei und netten Innenhöfen.

































Das Heilkräuter-Museum.














Das Teehaus





Die Auswahl des Tees fällt nicht leicht und bedarf kundiger Beratung.











Im Hof wir gerade eine Vorlesung abgehalten.

















Eine Fußgängerzone


















Jame-Moschee





Das Eingangsportal








Der Innenhof

An den Hofseiten sind die Trakte mit Arkaden versehen.





Die Seitentrakte enthalten Räume für Theologiestudenten.
























Khanum-Moschee (Frauen-Moschee)









Das Eingangsportal


















Tofighi Palast

Ein historischen Gebäude aus der Qajar- und der Pahlavi-Ära.






Zolfaqari-Palast

Der Zolfaqari-Palast, der aus qajarischer Zeit stammt, beherbergt das Zanjan-Museum mit einigen über 1700 bis 2000 Jahren alten Mumien von Männern aus einem Salzbergwerk.





























Rakhtshui-Khaneh (Waschhaus)

In dem früheren traditionellen Waschhaus wurde ein ethnologisches Museum eingerichtet.




Der Innenhof

















Rasul-Ullah-Moschee

Die Moschee eingerahmt von dem gigantischen Revolutionsdenkmal.







Die Rückfahrt













Busterminal











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